Leipzig

Thomaskirche

Bevor wir nach Leipzig gekommen sind, haben wir einige Tipps bekommen,

was wir unbedingt anschauen müssen. Also haben wir uns erstmal einen Überblick verschafft,

indem wir mit dem Hop-on-Hop-off-Bus kreuz und quer durch Leipzig gefahren sind.

Es war hochinteressant und wir waren erstaunt, was Leipzig alles zu bieten hat.

Hier sieht man Kirchengeschichte,  das Völkerschlachtsdenkmal  aus der Zeit des

Völkerschlachts-Denkmal

Königreichs Sachsen, einiges aus der Zeit des Sozialismus und natürlich das heutige, moderne Leipzig.

Die Thomaskirche ist als Wirkungsstätte Johann Sebastian Bachs und des Thomanerchores sehr bekannt. Sogar die “Prinzen” lernten hier das Singen.

Universität Leipzig

Das Völkerschlachtsdenkmal erinnert an die größte Schlacht des 19. Jahrhunderts. Hier kämpften bis zu 600.000 Mann aus über zwölf  Ländern gegeneinander, wovon rund 100.000 starben. Die verbündeten Heere besiegten hier Napoleon Bonaparte.

Die Universität Leipzig ist die zweitälteste Universität Deutschlands. Die SED-Führung ließ die völlig intakte Paulinerkirche und das Augustheum, dessen Fassade völlig intakt war,  am 30. Mai 1968 sprengen, da beide Gebäude nach Auffassung der DDR-Führung nicht zur Ideologie einer sozialistisch geprägten Universität passen würden. Nach der Wiedervereinigung setzte sich eine Bürgerinitiative für einen Campusneubau ein, der nun durch die neue Aula und Teile der Fassade wieder an die Paulinerkirche erinnert.

Altes Rathaus

Interessant am alten Rathaus, leider auf dem Bild nicht richtig zu lesen, fand ich die Inschrift, die rund um das Rathaus unter der Dachkannte geschrieben steht.  Mir fiel sofort ins Auge: “…Dem Herrn sey allein die Ehre , denn wo der Herr die Stadt nicht bauet so arbeiten umsonst die daran bauen wo der Herr die Stadt nicht bewachet so wachet der Wächter umsonst…

Gerne könnt ihr den kompletten Wortlaut im Link nachlesen.

Ich habe mich gefragt; “Wie hat dieser Spruch den Sozialismus überlebt?”

Ich finde es einfach krass.   

 

 

 

Und dann sind wir irgendwann auf der Leipziger Bierbörse gelandet. Es gab Bier aus allen möglichen Ländern. Wir haben mal belgisches probiert, ich ein belgisches Kirschbier. Naja, muss ich nicht öfter haben. Ich habe mich gefragt, ob es in Leipzig überhaupt Corona gibt. Es wurde tüchtig gefeiert und es war proppenvoll. Komisch, in Ostfriesland überlegt man, ob man den Gallimarkt wieder ausfallen lässt.

 

Die Altstadt mit ihren schönen Gebäuden und Gässchen hat uns auch sehr gefallen. Auch hier war tüchtig was los. Alle haben nochmal die Sonnenstrahlen genossen.

Am Sonntag waren wir dann noch in der FeG Leipzig.

Wir hatten sie schon entdeckt bei unserer Rundtour.

Uns waren die braunen Holzkreuzelemente an den Scheiben aufgefallen, es sah halt so aus, wie das Kreuz der FeG. Auf der Rundfahrt wurde uns das Ring-Café vorgestellt, welches das größte Tanz-Café der DDR war.

Einige Räume des ehemaligen Cafés beherbergen heute die FeG. Ein guter, zentraler Platz mitten in der Stadt. Da sind wir dann natürlich am Sonntag zum Gottesdienst gegangen. Es hat uns sehr gefallen.

Wenn man bedenkt, dass es in Leipzig 85% überzeugte Atheisten gibt haben sie einen großen Auftrag in ihrer Umgebung ein Licht zu sein.

Vor Kurzem ist eine Familie aus Brasilien gekommen, um hier als Missionare zu arbeiten. Betet für die Menschen und die Gemeinden in Leipzig.

KZ Buchenwald und Weimar

Eingang KZ Buchenwald, Inschrift: “Jedem das Seine”

Am Eingang des KZ’s Buchenwald fühlten wir uns schon beschwert, durch die Worte, die auf dem Eingangstor standen.

Wie können Menschen nur so etwas denken? Es ist für uns immer wieder unfassbar, was die Menschen damals gedacht, gesagt und gemacht haben.

Und es sieht so aus, als wenn der Mensch nicht mal daraus lernt.

 

Uns gehen viele Fragen durch den Kopf:

Wie kann man so etwas heute leugnen? Wer sind die Menschen, die tatsächlich an diesen Tatsachen zweifeln?

Wie kann man aus diesen Fehlern lernen? Wie kann man in  rechter Weise daran erinnern? Ist es überhaupt möglich, die Erinnerung in den Menschen wachzuhalten? Warum gibt es so viele Menschen, die unbedingt einen Schlussstrich unter die Geschichte ziehen möchten. Wie sieht es heute mit Verschwörungstheorien aus? Geht es nicht langsam wieder in die Richtung? Ist der Jude vielleicht wieder an allem Schuld? ….

Mir hält das folgende Zitat immer wieder vor Augen, dass alles wieder möglich sein wird.

„Es ist geschehen,                           

und folglich kann

es wieder

geschehen.“

Primo Levi

Lasst uns daran mitarbeiten, dass es nicht wieder geschieht.

Irgendwie machten mir die kleinen gelben Blüten etwas Hoffnung in dieser großen Leere. Es schien fast so, als wenn sie Gott anbeten.

Wenn man die Geschichten der Menschen liest,

die hier gelebt haben,

wird einem ganz anders.

Es waren die unterschiedlichsten Leute hier.

Die bekannteste Geschichte ist vielleicht die von Paul Schneider,

dem letzten Prediger von Buchenwald.

Ich kann euch das gleichnamige Buch empfehlen.

Hier ein Link zu einem Wiki- Artikel.

Paul Schneider (Pfarrer) – Wikipedia

 

Bilder, die eigentlich alles sagen.

Mehr dazu: KZ Buchenwald – Wikipedia


Danach besuchten wir nur kurz die Stadt Weimar,

eine Stadt mit sehr viel Geschichte.

Hier lebten Goethe und Schiller zur Zeit der Weimarer Klassik. Es gibt viel davon anzuschauen aber dafür müssen wir nochmal wiederkommen.

 

 

 

 

 

Und außerdem trägt “Die Weimarer Republik” den Namen dieser Stadt.

Interessant, wie das damals alles gelaufen ist.  Damit bezeichnet man sozusagen die Zeit von 1918 – 1933.

Hier trennte sich Deutschland von der Monarchie, der Kaiserzeit und rief im November 1918 die Republik aus.  Sie endete mit der Machtübernahme der NSDAP.

Weimarer Republik – Wikipedia

 

Eisenach und Wartburg

Geschichte war ja früher nicht so mein Ding, was sich allerdings zum Glück in den letzten Jahren sehr geändert hat.

Schon allein durch die Arbeit mit dem Seminarfach “Israel”, wo wir uns viel mit der gemeinsamen Geschichte Israels und Deutschlands auseinandersetzen.

Nun sind wir im Osten auf den Spuren der  Kirchengeschichte und es ist spannend, aber nicht immer nur positiv.

Ich glaube ich war hier noch nie wirklich unterwegs, Matthias geschäftlich, ich vielleicht mal auf der Durchreise.

Doch ich muss sagen: der Osten beeindruckt mich.

Da ich noch die Zeit der DDR kenne, wundere ich mich,

wieviel christliche Elemente so offensichtlich in der atheistischen Zeit sichtbar waren

und  es scheinbar die Menschen nicht gesehen haben.

Es gibt so extreme Gegensätze, unglaublich.

Wir waren heute auf der Wartburg, die wir ja schon seit gestern Abend vor Augen hatten.

 

Georgenkirche Eisenach

 

Erst fuhren wir durch das schöne Eisenach. Auf dem Markt steht die Georgenkirche, in der Luther schon gepredigt hat. Über dem Eingang steht: “Ein feste Burg ist unser Gott”.

Martin Luther Gymnasium Eisenach

Gegenüber ist das Gymnasium, an dem Luther und auch Johann Sebastian Bach schon zur Schule gingen. Heute nach Martin Luther benannt.

Im allgemeinen ist Eisenach eine sehr schöne Stadt

mit wunderschönen Häusern.

 

und dann…

Nun ja, wir haben sie von weitem von unserem Hügel auf einem anderen Hügel stehen sehen.

Mir war schon klar, dass es bergauf gehen würde aber so hoch?

Ich habe es mit den Schildern vom Luther-Erlebnispfad einigermaßen gut überstanden.

Luther hat ja schon so manchen prägnanten Spruch rausgehauen, sehr tiefsinnige, weise und manche über die wir doch auch herzhaft lachen konnten, wenn auch etwas außer Puste.

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“Dass die Vögel der Sorge und des Kummers über deinem Kopf fliegen, kannst du nicht ändern aber dass sie Nester in deinem Haar bauen, das kannst du verhindern.”

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“Du lernest, dass des Menschen Leben nicht allein in Versorgung des Leibes bestehe, sondern Leib und Seele wollen versorgt sein.”

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“Hüte dich vor den Katzen, vorne lecken, hinten kratzen.” 

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“Im großen Wasser fängt man große Fische, im kleinen Wasser gute Fische”

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“Das christliche Leben ist nicht ein Frommsein, sondern ein Frommwerden, nicht ein Gesundsein, sondern ein Gesundwerden, nicht ein Sein sondern ein Werden, nicht eine Ruhe, sondern eine Übung.”

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“Das ist der Teufel in uns, dass niemand genug hat.”

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” Für die Toten Wein, Wasser für die Lebenden – das ist eine Vorschrift für Fische”

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“Des Lebens beste Gefährtin ist eine Frau.”

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” Wenn du anfängst nicht besser werden zu wollen, hörst du auf gut zu sein.”

 

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Und er soll wohl auch gesagt haben:

 

“Aus einem verzagten Arsch kommt kein fröhlicher Furz”

… wie er das wohl gemeint hat?

 

 

Oben angekommen, war ich erstmal fix und foxi.

 

Wir schnallten die Fahrräder an  eine Laterne und gingen den restlichen Fußweg, der dann auch nicht enden wollte, nach oben.

Wartburg

 

 

Dort bot sich uns ein wunderbares Bild auf die Burg und ein weiter Blick in die Gegend.

Es war hochinteressant, wie die Menschen dort zu Luthers Zeit gelebt haben.

Sie hatten ihren eigenen Garten auf der Burg und ich glaube ansonsten sehr viel Ruhe.

Uralte Bibeln mit ca. 15 cm Buchrücken und jede Menge uralter anderer Schriften standen in den Regalen einer abgedunkelten Kammer. Leider durfte man keine Fotos machen.

Was hat man sich früher viel Mühe mit den Details gegeben.

Wie anders war doch alles hier zu Luthers Zeiten…

 

… und dann nochmal viel später, als aus dem kirchengeschichtlich so wichtigen Ort, das Entjudungsinstitut gemacht wurde. Ihr könnt es in dem Link nachlesen.

Wie Jesus zum “Arier” gemacht wurde (Archiv) (deutschlandfunkkultur.de)

Ich stelle es mir vor, wie sie sich hier in dem großen Saal trafen, um dieses Institut zu gründen. Dabei hatte ich vorher direkt an eine große Israelkonferenz gedacht, als ich diesen Raum betrat. Das wäre zu cool.

Ich habe übrigens nichts zu dem Thema der Entjudaisierung im 3. Reich auf der Wartburg gefunden.

Unfassbar, wenn man sich damit auseinandersetzt. Wie verblendet müssen die sogenannten Christen gewesen sein?

 

 

 

 

 

Vogelsberg

Wir verbrachten die Nacht in Ulrichstein auf einem sehr schönen,

großen Stellplatz mit schönem Ausblick, den wir erst morgens entdeckten,

weil wir im Dunkeln ankamen.

Ganz in der Nähe wohnt Matthias Bruder Thomas, der nachts immer arbeiten muss.

Er kam  am Morgen nach der Schicht mit frischen Brötchen, bunten Eiern und Marmelade zum Frühstück zu uns.

So konnten wir uns auch von ihm verabschieden.

 

 

Da wir schon im Vogelsberg waren, fuhren wir auch noch bei Sabine und Otto Karl in Schotten vorbei.

Sabine habe ich in meiner Zeit auf Borkum näher kennen gelernt.

Als wir dann vor 30 Jahren nach Israel gingen, kam sie 2 Monate später auch

dorthin und lebte mit in unserem Kibbutz. Danach haben wir uns nur noch selten gesehen und später total aus den Augen verloren.

Im letzten Jahr trafen wir uns nach langer Zeit auf der Hochzeit meines Vaters wieder.

 

Von dort fuhren wir nach Bebra.

In dieser Kleinstadt verbrachte Matthias die ersten 6 Jahre seines Lebens, weil sein Vater dort Prediger in der Landeskirchlichen Gemeinschaft war.

Da mussten wir doch eben vorbeifahren und die Sophienstraße suchen.

 

 

 

 

 

 

Es ging weiter nach Eisenach, einer sehr geschichtsträchtigen Stadt,

Wir fanden einen wunderbaren Stellplatz mit Blick auf die Wartburg.

Richtig schön.

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… weiter gehts im nächsten Beitrag

Wochenende im Sauerland

 

Zuerst ging es von Hesel aus in meine Heimat, das Sauerland.

Familienfeiern eignen sich gut, sich von allen zu verabschieden.

So starteten wir mit dem 50. Geburtstag meiner Schwester

Judith am Freitagabend.

Wir feierten mit unserer Familie,

alten Freunden und Nachbarn,

die tatsächlich nicht mehr so jung wie vor 20 Jahren waren.

 

Auch unsere Kids, die damals noch mit dem Bobbycar

durch die Brahmsstraße flitzten, sind heute alle schon erwachsen. Schön, euch nochmal gesehen zu haben.

 

Unser Bier-Pong-Team ohne Bier! 

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Am Samstag mussten wir uns von Michal verabschieden, leider musste sie schon nach Hause, weil sie mit ihrer Wohnungsübergabe kurzfristig Schwierigkeiten bekommen hatte. Es war daher sehr traurig für uns alle. Zum Glück hat sie dann doch noch alles geschafft.

Ich hatte so gute Gespräche mit meinen Nichten Jette, Johanna und Alina beim Spülen und Aufräumen

und auf dem langen Spaziergang mit Johanna.

Das freut mich so richtig, wie ihr euren Weg mit Jesus geht.

Wow! Weiter so!

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Am Sonntag hatte unsere Nichte ihre Entlassung aus dem biblischen Unterricht der FeG Meinerzhagen.

Auch das war für uns ein kurzes Wiedersehen mit unserer Gemeinde von damals und dann bei der Feier mit der Familie meines Bruders.

Der Abschlussgottesdienst fand in der Stadthalle statt, was mich an viele frühere Veranstaltungen dort erinnerte.

Es war so schön, zu sehen, wie Anna, die damals in meinem Teenkreis war,

nun den Lobpreis leitete mit den jungen Mädels aus dem BU.

Ihr habt das richtig gut gemacht.

Nach dem Mittagessen mussten wir uns von Timon und Adi verabschieden,

die auch wieder zurück nach Ostfriesland fahren mussten.

 

 


 

Und dann verbrachten wir einfach noch Zeit mit meinem Papa und seiner Frau.

 

Der Höhepunkt dabei war die Kartoffelernte.

 

 

 

Matthias hatte am Dienstag seine erste Unterrichtseinheit über die Topographie Jerusalems und danach sind wir dann aufgebrochen.

Zu dem Unterricht kann Matthias bei Gelegenheit nochmal was schreiben.

 

Wir steuerten zuerst mal eine Entsorgungsstation an, die auf dem Weg lag.

Uns schien Dillenburg am besten zu passen, da es sehr nahe an der Autobahn war.

Als wir dort ankamen, trauten wir unseren Augen kaum, direkt vor den Wohnmobilen stand dieser LKW.  Der Stellplatz lag direkt neben der FEG Dillenburg und die hatten diesen BUJU- LKW dort geparkt.

Nun sind wir gespannt, welche Geschichte Gott mit uns schreiben will.

 

Start in unser Shabbatjahr

Vorbereitungen:

6 Wochen Sommerferien habe ich genutzt, um unser Shabbatjahr vorzubereiten.

Eine Woche davon war ich am Anfang mit meiner Tochter und meiner Nichte auf Mallorca.

Das war sehr schön, denn wir konnten uns vor dem ganzen Stress, der uns noch begegnen sollte, nochmal richtig erholen.

Wir haben es genossen, am Strand Sonne zu tanken, wovon wir ja in diesem Sommer in Deutschland nicht so viel gesehen haben.

Außerdem haben wir viel gelesen, gespielt und gelacht. Ein schönes Erlebnis war auch unsere Tretbootfahrt mit Noomi und Nala, die zur selben Zeit auf der Insel waren.

 

 

Kaum zu Hause, ging es dann ans Auf- und Ausräumen. Unsere Wohnung musste  freigeräumt werden, damit unsere Tochter darin einziehen konnte. Sie musste direkt wieder anfangen zu arbeiten und nebenbei ihre Wohnung nach und nach ausräumen. Ihr könnt euch vorstellen, dass das nicht so einfach war.

 

Matthias musste währenddessen noch bis Mitte August arbeiten.

Also, ich habe einen kleinen Teil ins Wohnmobil gepackt, einiges auf den Dachboden,

einiges in die Altkleidersäcke, einiges für Sperrmüll…   einfach mal so richtig ausgemistet.

Michal stapelte in der Zeit schon ihre Bananenkartons in einer Ecke unseres Wohnzimmers.

 

 

Dazu kam:

Die ganzen Sommerferien waren geprägt von Abschiedstreffen.

Und ich muss sagen, es fiel mir tatsächlich schwerer, als ich gedacht hätte. Ich habe festgestellt, dass ich in den 20 Jahren in Ostfriesland doch wirklich gute Freunde gefunden habe. Das wusste ich natürlich auch schon vorher aber es ist nochmal was anderes, sich von ihnen für lange Zeit zu verabschieden.

 

Dann kam der erste freie Tag von Matthias.

Es war unsere Jubiläumswoche. Matthias feierte seine

15 jährige Betriebszugehörigkeit, wir als Familie 20 Jahre Ostfriesland und Matthias und ich unseren

30. Hochzeitstag.

Wir sind so dankbar für diese Zeit, die wir bisher hatten und den Weg, den wir gemeinsam bisher gegangen sind.

Wir fuhren direkt für ein paar Tage nach Mecklenburg Vorpommern, eine Gegend, in der wir bisher nur sehr selten waren.

Wir fuhren über Winsen an die Elbe, weiter nach Schwerin und dann durften wir einige Tage bei Uwe Seppmann vom Gästehaus “Beth Emmaus” am Trenntsee bleiben. Es war schön, ihn nach langer Zeit wieder zu treffen und seine Arbeit vor Ort kennenzulernen. Ein besonderes Highlight war, dass wir dabei sein konnten,  als er seinen Gästen die Begrüßung des Shabbats erklärte.

Wieder zurück zu Hause, mussten wir dann unseren Garten auf Vordermann bringen, alle Post erledigen und was sonst noch so auf dem Schreibtisch lag.

Als wir so ziemlich mit allem fertig waren, ging es ab auf die Waage mit unserem neuen zu Hause und Gott sei Dank, war mit vollem Tank das Gesamtgewicht noch nicht überschritten. Wir brachten mit unserem Wohnmobil 3490 kg auf die Waage. Vollgetankt wohlgemerkt.

Alles war gut vorbereitet und schien zu klappen, bis plötzlich der Nachmieter unserer Tochter absagte, der eigentlich einen Großteil ihrer Möbel übernehmen wollte. Das versetzte uns alle, aber sie besonders nochmal unter Druck. Denn nun mussten im Nachgang noch alle Möbel herausgeholt und in unserer Garage zwischengelagert werden.

Es hat zum Glück noch alles irgendwie geklappt.

 

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Wie kommt man dazu ein Shabbatjahr einzulegen.

  1. Man hört davon? Und denkt, wie soll das gehen?
  2. Man hat Kollegen aus Israel, die als Lehrer einfach alle 7 Jahre die Möglichkeit dazu haben, um sich in der Zeit  fortzubilden und zu erholen. ( Die meisten lassen es sich aber dann auszahlen und machen eher eine Weltreise in den Sommermonaten)
  3. Man liest darüber in Büchern. z.B. Mein Jahr in Italien
  4. Man trifft auf einmal lauter Menschen, die es einfach gemacht haben.
  5. Man studiert die Bibel dazu und stellt fest: Es ist höchste Zeit ein solches Jahr einzulegen.
  6.  Man fragt vorsichtig seinen Chef, was er davon hält?
  7.  Und man legt ein Jahr fest.  2021/2022
  8. Das Schlimmste, man darf mit niemand darüber reden, auch wenn man noch so aufgeregt ist vor lauter Vorfreude.
  9. Und dann kommt das Jahr 2020.
  10. Corona durchkreuzt alle Pläne. 
  11. Man betet und wartet… und wartet … und wartet… Frühling, Sommer, Herbst, Winter….
  12. Zu Hause aufräumen, ausmisten, die Oberwohnung vermieten, die Ferienwohnung regelmäßig vermieten…
  13. Träume von Studienkursen am messianischen Bible College in Nethanja zerplatzen . Die Kurse finden einfach nicht mehr statt.
  14. Der Traum, die Wintermonate in Neuseeland, auf den Philippinen und in Indien zu verbringen könnte evtl. noch klappen. Wer weiß das schon?
  15. Jan 2021: Gut geplant sieht anders aus. Aber irgendwie kommen neue Ideen.
  16. Matthias kann am 16.08. starten. Was für ein Timing! Unser 30. Hochzeitstag.
  17. Israel-Trail? Vielleicht?
  18. Aber die ganze Tour nur mit 8 kg? +6-8l Wasser… Oh nein….
  19. Vielleicht ein Wohnmobil?
  20. Wie schafft man es, damit nach Israel zu kommen?
  21. Entdecken der Frachtschiffreisen…sie hoffen, dass sie ab April wieder Passagiere aufnehmen können…das wäre cool.
  22. Nun wieder abwarten…der Frühling ist schon wieder in Sicht
  23. Motivationsposter “Shvil Israel” aufhängen und das passende Buch lesen… und träumen
  24. Beten, Wohnmobil suchen, fast aufgegeben und dann plötzlich…
  25. März 2021 Wohnmobil gefunden in Varel und dabei alte Bekannte wieder getroffen. Gott erinnert uns an die ersten Tage unserer Gemeinde in Hesel . Gott ist so gut. Was haben wir nicht alles schon mit ihm hier erlebt.
  26. Frachtschiffreisen werden frühestens im September möglich sein.
  27. Probefahrten starten, zunächst ins Sauerland, upps plötzlich wieder Winter… Wintercampingtauglich ist es!
  28. Erstes Wohnmobildinner.  Was man alles machen kann…
  29. April 2021: Impfen? Owei. Von heute auf morgen? Nee erstmal nicht, wer weiß, was man da bekommt.  Für Israel ist nur Biontech und Moderna zugelassen.
  30. Mai 2021 Mittlerweile hat sich Michal entschlossen, für ein Jahr in unsere Wohnung zu ziehen. So kann sie in Ruhe schauen, wie es bei ihr weitergehen soll und für uns einiges übernehmen. Dankbar. Darüber hatten wir gar nicht nachgedacht.
  31. Wann können wir endlich mal Sommercampen? Regen, Regen….
  32. Impftermin beantragen
  33. 18. Juni 2021 Termine bestätigt, letzte Impfung am 17.08. Passt!
  34.  Das erste Mal Sommercamping am Dreiländersee…

Das dunkelste Kapitel unserer Geschichte

Vor 75 Jahren endete in Deutschland das dunkelste Kapitel unserer Geschichte. Die Nation, in die ich hinein geboren wurde, hat eine große Schuld auf sich geladen, indem sie 6 Millionen Menschen aus Gottes geliebtem Volk maschinell ermordete und großes Leid über diesen Kontinent brachte. Der Holocaust bedeutet nicht, dass Gott seine besondere Liebe für das Volk der Juden aufgegeben hat. Es folgte, dass am 14.Mai 1948 der Staat Israel gegründet wurde. Die biblische Vorhersage aus Jesaja 66,8 erfüllte sich vor den Augen dieser Welt. Kann sich solch ein dunkles Kapitel in der Geschichte jemals wiederholen? Gemäß biblischer Prophetie sehr wohl. Denn in dem Brief an die Römer schreibt Paulus (Röm. 2,9+10): “…. zuerst für die Juden, dann für alle…”. Es scheint, als ob das Volk der Juden eine Vorreiterrolle einnimmt. Und weil die biblischen Prophezeihungen präzise eintreffen, sollten wir Christen diese Warnung ernst nehmen. Das bedeutet Entscheidungen zu treffen, die sich an den Richtlinien der Bibel orientieren. Das betrifft unser persönliches Verhältnis zu Gott, unseren Mitmenschen und uns selbst.

Matthias Aeilts

Jugendaustausch

 

Im Jugendaustausch lernen ostfriesische Schüler: Das wirkliche Israel unterscheidet sich stark von dem Bild, das hier oft von ihm gezeichnet wird.

Eine deutsche Schule zu besuchen, in der der Staat Israel sehr präsent und beliebt ist – diese Gelegenheit bietet sich einem Journalisten nicht oft. Das liegt vor allem daran, dass es nicht viele von dieser Art gibt. Setzen sich angehende deutsche Abiturienten anhand von Unterrichtsmaterialien bekannter Schulbuchverlage mit Israel auseinander, bekommen sie in diesen Büchern oft ein extrem oberflächliches, verzerrtes und einseitig antiisraelisches Bild präsentiert. Das hat Gideon Böss vor Jahren in einer Studie gezeigt, die seither von anderen Untersuchungen bestätigt wurde.

Das Gegenteil davon ist die Freie Christliche Schule Ostfriesland (FCSO) in Moormerland im Kreis Leer. Dort gibt es ein Seminarfach Israeldessen Schüler an einem von der Arbeitsgruppe Ostfriesland der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) gesponserten Jugendaustausch mit der Schule ORT Binyamina bei Haifa teilnehmen. Das Interesse an Israel ist riesig – das durfte ich selbst erleben, als ich am 30. November die Filmemacherin Ilona Rothin in die Schule begleitete. Die Lehrer Esther Aeilts und Fokko Peters, die an der FCSO das Seminarfach Israel unterrichten, hatten sie eingeladen, damit ihre Schüler mit ihr über ihren neuen Film „Gestatten, ich bin ein Siedler! – Wie leben die Menschen in der West Bank?“ sprechen können. Den hatten die Teilnehmer des Seminarfachs Israel einen Tag zuvor gesehen und dadurch einiges über die „Siedler“ genannten Juden erfahren, die im alten jüdische Kernland Judäa und Samaria (in deutschen Medien meist „West Bank“ oder „Westjordanland“ genannt) leben.

Rothin spricht im Film mit Juden und Arabern, mit Arbeitern, Managern und Hebammen; mit jungen Familien, einer israelischen Soldatin und arabischen Handwerkern, die für jüdische Kunden arbeiten. Als Experten interviewte sie u.a. Mena-Watch-Autor Alex Feuerherdt. Die Botschaft des sehenswerten Films: Die Zeit arbeitet gegen die Anti-Israel-Fanatiker. Arabisch-jüdische Freundschaften sind längst Normalität und werden über die hasserfüllte „Anti-Normalisierungs-Kampagne“ von Fatah und Hamas siegen. „Wir machen hier eigentlich schon den Frieden“, sagt Shaban Amer, der palästinensische Vorarbeiter in einer Süßwarenfabrik, in dem Film.Weiterlesen