Peloponnes V Arkoudi

Ein schöner Platz bei der Taverne Faros in Arkoudi.
Klein aber fein.
Ein kleiner Kreisverkehr am Ende eines Dorfes vor den Dünen,
wo man rund um den Kreisel steht.
Eine hübsche Terrasse mit grandiosem Ausblick bei jedem Wetter.
Jiorgos sorgt für alles was wir brauchen und in seiner Taverne gibt es jeden Abend besonderes Essen.
Es ist schön, sich mal ein bisschen mit typisch griechischen Speisen verwöhnen zu lassen.
Es gab Souvlaki, Pasta mit Oktopus, Lamm, Fleischklöße in Zitronensoße… und natürlich ganz viel griechischen Salat und Tzatziki.
   
Unsere ruhigen Nachbarn in den Dünen sind diese genügsamen 🐢 🐢 🐢
Wunderschöne Strände mit Felsen, Kies und Sand und etwas gemeinen Kameraden, den Seeigeln.
Wetter in unterschiedlichster Form: Sonnenschein und windstill bis Sturm und Regen.
Alles hatten wir hier in den paar Tagen.
Auch gab es einige Wellenreiter in der Bucht, denen wir zuschauen konnten.
 
 
Aber egal welches Wetter man hatte, jeden Abend konnten wir ein wunderbares Schauspiel beim Sonnenuntergang erleben.
 
 
 
 
Schöne Pflanzen in den Dünen für unser Adventsfeeling:
 
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Nach zwei Tagen Dauerregen wagten wir eine Spazierfahrt.
Die vielen überfluteten Straßen forderten uns heraus.
Es hat uns tatsächlich mitten im Schlamm umgehauen.
So sahen mein Fahrrad und ich noch nie aus.
Da half nur eins.
Das Fahrrad unter die Dusche und ab ins Meer mit mir.
Am nächsten Tag machten wir einen Strandspaziergang und schauten uns nach Material für unsere Advents und Chanukkadeko um.
 
Schöne Kiefernzapfen und etwas Treibholz mit ein paar Kerzen kombiniert, sieht jetzt ganz gut aus.

Peloponnes IV Olympia

Ein Tag in Olympia:

Die Wiege von Olympia – eine unglaubliche Götterwelt
Was für eine Götterwelt.
Wer gebildet ist weiß wahrscheinlich, dass Gymnasium Nacktanstalt bedeutet. Ich wusste es jedenfalls nicht. Zumindest habe ich bisher nicht darüber nachgedacht.
Hier seht ihr die Überreste des Gymnasiums von Olympia. Hier wurde nackt trainiert für die anstehenden Wettkämpfe.
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Dies sind die Überreste des Tempels der Hera, der Göttermutter.

Im Jahre 426 n. CHr. ließ Theodosius die olympischen Spiele
und Weihehandlungen endgültig verbieten, um das Heidentum zu bekämpfen,
Wahrscheinlich zerstörte er auch den Zeustempel,
den Rest erledigte aber später noch ein Erdbeben von gewaltiger Größe.
Altar für Hera

Krass finden wir,  dass seit den olympischen Spielen 1936 in Berlin das olympische Feuer wieder hier auf dem Altar der    Hera entzündet wird.

So fing man unter Hitler wieder an, sich dem Götterkult und der Menschenverehrung zuzuwenden.
Das war uns bisher überhaupt nicht bewusst.
Dieses Symbol der olympischen Fackel aus Olympia verbindet diese Wettkämpfe wieder mit der alten griechischen Götterwelt.
Immer mehr wird uns bewusst,  wie das griechische Denken dem jüdischen Denken widerspricht.
Das,  was wir als Christen so gerne zusammenbringen wollen,  funktioniert einfach nicht. Menschenverehrung anstatt Gottesverehrung war hier das Grundprinzip.
Leider ist dieses Prinzip auch die Grundlage für den modernen Humanismus.
Überall Altäre für unterschiedlichste Götter
Das Stadion von Olympia
Einlauf ins Stadion
Überreste des Tempels des Göttervaters Zeus
Und dann wurden wir mal wieder tüchtig nass! Zum Glück bot uns dieser dicke Baum etwas Schutz
Es wurde Zeit in den Innenbereich des Museums zu wechseln.
Schaut mal, was man alles ausgegraben hat.
   
 

 

 

Erst im 19. Jahrhundert fing man hier unter deutscher Leitung gezielt an,
die von einer 5 Meter Sandschicht verdeckte Stadt wieder auszugraben.
Und man wird hier sicher noch einiges ausbuddeln können.

Peloponnes III Vlychada Diros Mani und Kalamata

Nach 18 Tagen am selben Strand, wo wir viel Zeit zum Schreiben, Lesen, Schwimmen, Ausruhen usw… hatten, ging es gestern zunächst von der Ostseite auf die Westseite des zweiten Fingers, des Peloponnes.
Dort besuchten wir die Höhlen von Diros, wunderbare Tropfsteinhöhlen.
 
 
Wie fuhren mit dem Boot ein ganzes Stück durch die Höhlen
und dann gab es noch eine Strecke zu laufen
bis wir an der Steilküste wieder herauskamen.
Wunderschön.
Von hier konnten wir zum weißen Dinosaurierstrand schauen
und natürlich sind wir auch hingefahren.
 
 
Was für schöne, große, weiße Kieselsteine der sogenannte Dinosauriersand.
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Aber wir blieben nur kurz und fuhren dann weiter Richtung Kalamata.
Eine sehr schöne Stadt, die viele wegen ihrer Oliven kennen.
Das haben wir auf dem Weg auch auf jeden Fall gesehen, überall Olivenbäume.
Auf dem Weg dorthin waren wir immer wieder dankbar, dass wir neue Bremsen haben,
da es mal wieder rauf und runter ging.
Eine wunderbare Landschaft mit kleinen Dörfern in den Bergen und vielen, vielen Olivenhainen. Leider habe ich hier fast nur Videos gemacht, die ich nur schwer einstellen kann.
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In Kalamata blieben wir ein paar Tage auf dem Campingplatz.
Ich wurde gefragt, ob ich beim Gemeinde- Israelkongress,
der aus Leipzig übertragen wurde,
bei einem Onlinegespräch zum Thema Jugendaustausch, dabei sein könnte.
So nahmen wir das ganze Wochenende an den Live- Übertragungen teil
und ich durfte am Freitagabend beim Jugendabend dabei sein.
Sehr schön, dass im ersten Beitrag an diesem Abend,
ausgerechnet eine unserer ehemaligen Schülerinnen
über ihre Arbeit in einem Erholungsheim für Holocaustüberlebende berichtete.
Das hat mich sehr gefreut.
Auch die Jungs und Mädels, die zur Zeit in Israel mit Dienste für Israel unterwegs sind,
haben mich an die vielen ehemaligen Schüler erinnert,
die dort schon mitgearbeitet haben.
Es war eine schöne Abwechslung für uns in dieser Zeit,
wo wir sonst so weit weg sind von allem.
Schön war, dass sich eine Familie auf unseren Beitrag meldete,
die sich in einer ähnlichen Situation, wie wir befinden.
Nämlich:
  • Auch in Griechenland unterwegs, in der Hoffnung mit dem Schiff nach Israel zu kommen.

Mal sehen, ob wir uns gegenseitig helfen können.

In unserem Lieblingsrestaurant in Kalamata. “Da Luz” Sehr lecker!

Hier noch ein paar Bilder vom Strandleben in Kalamata.

 

So schön! Immer noch baden im Meer auch wenn es Ende November ist.

 

Und Tschüß Kalamata

Peloponnes II Mani Beach – Gythio

Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobt der Name des Herrn.

Das erleben wir hier  gerade auf dem Peloponnes.

Wir sind tatsächlich mehr als zwei Wochen auf diesem Campingplatz  “Mani Beach” geblieben,

weil wir auf Post aus der Heimat warteten und einfach mal die letzten Wochen verarbeitet haben.

So ging die Sonne am Morgen auf.

Jeden Tag anders schön.

 

Und tatsächlich schieben wir am Morgen die Jalousie hoch und beobachten,

wie die Sonne aus dem Meer aufsteigt

und sich abends auf der anderen Seite wieder hinter den Bergen verabschiedet.

 

Ich habe so viele schöne Fotos mit Sonnenauf- und -untergängen, dass ich gar nicht weiß,

welche ich euch zeigen soll.

Wunderbar, es wurde nochmal so richtig warm.
Wir hatten Temperaturen um die 27° und richtig schöne Strandtage.

Das, was wir am meisten genießen, ist das gemeinsame ausgiebige Frühstück. Und hier sogar draußen. Einfach schön
Franz und Diana chillen auf dem Wasser
Ein neues Erlebnis war sicherlich Zimtsterne
bei diesen Temperaturen am Meer zu genießen.
Und leider habe ich unsere Treppenstufe kaputt gemacht.
Kommt davon, wenn man sich stressen lässt
um schnell noch einkaufen zu gehen.
Matthias hat es versucht aber es hat noch nicht wieder geklappt.
Ansonsten haben wir viel in der Bibel gelesen
und ich habe an unseren Blogeinträgen gearbeitet
und alles auf den neusten Stand gebracht.
Es ist so schön, gemeinsam Zeit zu haben um die Briefe der Bibel
oder aber am Shabbat die regelmäßige Parasha zu lesen.
Nun ja, wir haben die Reisen des Apostel Paulus mittlerweile abgeschlossen
und alle Briefe, die er an die griechischen Gemeinden geschrieben hat durchstudiert.
Es gibt so viele interessante Stellen, die wir hier in Griechenland neu entdeckt haben.
     
Unsere festen Programmpunkte in der Woche außer Studium und Hebräisch lernen:
Sonntags schauen wir gemeinsam den Gottesdienst von zu Hause. Daher sind wir noch ein bisschen verbunden mit euch.
Dienstags haben wir per Zoom Bibelschule,
wo wir uns dieses Jahr über die aktuelle Parasha (Wochenlesung) austauschen.
Uns  gefällt das sehr gut und wir freuen uns jede Woche unsere Freunde wiederzusehen
und besonders auch unseren Papa mit dem wir im Anschluss noch sprechen und ab und zu ein Glas Wein trinken.
Hier singen die beiden uns mal wieder ein Lied.
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Wir hoffen immer noch auf ein Schiff, was uns nach Israel bringen kann.
Mal bekommt man Hoffnung und dann zerschlägt sie sich wieder.
Mal sehen wie es weiter geht.
Dieses Boot ist leider etwas klein 😉
Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt.
Zwischendurch fuhren wir in die nächste kleine Touristenstadt Gythio
und besuchten dort den schönen Leuchtturm,
den Hafen und die schönen Restaurants.
Hier blühen überall schon Krokusse und Alpenveilchen.
Und wie schön diese Boote.
   
   

Naja, und im Hafen mussten wir natürlich eine Seafoodplatte probieren. Den Rest haben wir uns am nächsten Tag auf unserem Grill aufgewärmt.
Wir fuhren mit dem Fahrrad durch die vielen vom Feuer zerstörten Olivenhaine.
Wie furchtbar, hier ist so viel von der Ernte zerstört worden.
Viele Berge sind total kahl, weil alle Bäume verbrannt sind.
 
 
Interessant waren die ganz oder halb verbrannten Obst und Olivenbäume,
die trotzdem volle Früchte trugen.
Was für ein schönes Bild, voller Hoffnung, für die vielen Menschen oder Gemeinden,
die trotz aller Verletzungen gute Früchte tragen können.
 
Leider sind die Fotos nicht so gut geworden, weil ich nicht näher rangehen konnte.
Aber die beiden Bäume waren verbrannt, bzw. halb verbrannt und trugen trotzdem Früchte.
In unserem Dorf konnten wir bei der Olivenernte zusehen. Interessant!
Die meisten Oliven hier werden zu Olivenöl verarbeitet.
Außerdem haben wir auf dem Weg zu den Tavernen des Ortes
schöne Sträucher und Engelstrompeten bestaunt.
Uns gefallen diese griechischen Bruchsteinhäuser besonders gut.
Diese kleine, süße Katze saß immer vor unserem Wohnmobil und leistete uns Gesellschaft.
Süß mit drei weißen Pfoten, fast als wenn sie die Nägel weiß lackiert hätte.
Und dann kam endlich die Post an. Nun kann es bald weitergehen.
Endlich habe ich wieder einen gültigen Führerschein.
Habe ich mich in den letzten 44 Jahren etwas verändert?
Und noch eine Sache, an der  wir in den letzten Wochen teilnehmen,
ist das Israelgebet mit Christa Behr aus Jerusalem.
Sie hat eine Ausarbeitung zu dem Thema gehalten:
“Jesus ist auch gestorben für die Einheit zwischen Juden und Nationen”
Ein hochinteressanter Gedanke, den ihr hier anhören könnt:
https://youtu.be/9JwIZ7KPX3Q (auf Englisch)
Bevor wir weiterreisten, musste nochmal das Wohnmobil abgeschrubbt werden.
Leider konnte ich in den letzten Tagen keine Bilder hochladen und so kommen die neuen Beiträge, die schon längst fertig sind erst jetzt.

Peloponnes I Valtakibeach

Nun sind wir durch mit den Reisen des Apostel Paulus. Wir könnten schauen, ob uns ein Schiff mit nach Israel nehmen könnte. Mal schauen, was sich machen lässt.
Es soll hier in der kommenden Woche nochmal richtig warm werden bis 30°.
Das können wir gut gebrauchen und werden es genießen.
Und es wird Zeit, dass Michal uns unsere Post schickt. Mein Führerschein ist nicht mehr gültig.
Also brauchen wir einen Campingplatz mit Adresse.
Aber erstmal fahren wir durch die Berge vom Peloponnes. So herrliche Eindrücke!
   
Auf der Suche nach einem Stellplatz kommen wir an diesem schönen Strand vorbei.
 
Wir fuhren weiter durch viele Olivenhaine und dachten manchmal, hier kommen wir nie mehr raus.
Es war ein bisschen, wie Slalomfahren.

Valtakibeach

Und dann kamen wir zum Valtakibeach.
Sehr schön gelegen,  besonders windstill
durch die vorgelagerte Landzunge und wunderbares Wetter.
Es war herrlich. Viel Zeit zum Lesen,  Schwimmen und Radeln…
Dusche am Strand und unsere Solaranlage im Einsatz.
Was braucht man mehr?

Hinter dieser kleinen Düne standen wir geschützt

 

Neben uns standen noch zwei junge Familien aus Frankreich mit jede Menge Kindern. Es war einfach süß,  was sie alles miteinander erlebten. Da gesellten sich dann gerne auch noch andere Familien dazu.  Abends saßen alle Kinder um ihre kleinen Tische und spielten mit Lego, malten oder sie bauten am Strand um die Wette Sandburgen. Es hat uns an unsere Campingzeiten mit Kids in Kroatien erinnert.
Am Strand steht das hier 1982 gestrandete Schiff Dimitrios.
Da kommen abends gerne Leute zum Strand, um Fotos zu machen.
Im Frühjahr kommen die großen Meeresschildkröten hierher, um ihre Eier in den warmen Sand zu legen. Es ist ein sogenannter Seaturtlebirthplace.
Das würde ich mir ja auch gerne mal ansehen.
 
Tagsüber konnten wir am Strand oder am Wohnmobil sitzen und lesen.
Natürlich gingen wir auch schwimmen.
Am Strand schimmerten irgendwie alle Steine in grün.
Naja und abends wurde lecker im Omnia gekocht. Mmmmhmmm
Überbackener Schafskäse
Khiriathaki-Auflauf

 

Korinth

Auf dem Weg nach Korinth fuhren wir an der schönen Küste des Peloponnes entlang.
Berge, viele Tunnel und das dunkelblaue Meer.
Wunderbare Gegend! Wow!
In der Nähe des antiken Korinth gab es einen sehr guten Stellplatz.
Praktisch für uns, nur leider haben wir uns an einem Ast unsere erste dickere Macke geholt.
Ärgerlich! Aber was soll man machen.
Zum Glück ist alles dicht.
Am liebsten würde man die ganze Szene nochmal zurückdrehen aber das geht ja leider nicht.
Da wir in der Nähe der Touristenstätten standen,
konnten wir am Abend in den schönen Lokalen zum Essen
und am nächsten Morgen direkt zu den Ausgrabungen gehen.
Wir schauten uns schon am Abend etwas um:
Wunderbares Abendlicht. Besondere Stimmung. Die Überreste des Apollontempels.
Vor dem Eingang hörte ich jemand Evrit sprechen und wir kamen ins Gespräch.
Tatsächlich kamen die beiden aus Binyamina/Israel, aus der Stadt,
in der ich jedes Jahr mit den Schülern zum Austausch war.
Wie schön ist sowas denn?
Nun erwarten sie uns in nächster Zeit. Mal sehen, ob das was wird… wäre schon schön!

Die Ausgrabungen von Korinth waren wieder sehr interessant.
Man hat wunderbare, bunte Mosaike freigelegt und viel Keramik zusammengesetzt.
Es erinnerte etwas an 3D Puzzle.
Außerdem trafen wir einige kopflose Menschen:
Es ist so krass, wie diese großen Städte so komplett zerstört sind.
“Herrscher kommen und gehen…aber Gottes Wort bleibt in Ewigkeit”,
dieser Spruch wird mir immer wichtiger,
je mehr ich von der Geschichte sehe.
Und wenn man dann noch die biblischen Hintergründe zu den einzelnen Städten liest,
wird einem so bewusst, welche großartigen Veränderungen hier stattfanden.
Auf dem einen Bild steht Matthias vor einer Art Tribüne,
dem Bema.
Hier wurde Paulus hingebracht zu Gallio, dem Prokonsul, weil einige Juden in Korinth ihn dort angeschwärzt hatten.
In der Bibel steht diese Geschichte in Apg. 18
… und irgendwo hier wohnten auch Aquilla und Priscilla.
Wir lesen die Korintherbriefe
und können uns auf einmal manches viel besser vorstellen.
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Matthias überlegte,  ob er wohl Eulen nach Athen tragen solle
und wir schauten nach,
was das überhaupt bedeutet.
Tatsächlich war die Eule ein Zeichen der Weisheit und es gab viele Eulen und Bilder überall in Athen, dass es überflüssig war, Eulen nach Athen zu bringen.

Athen

Dann ging es weiter nach Athen…
Einen Stellplatz fanden wir in Nea Makris an der Ostküste von Athen.
Um dorthin zu kommen, mussten wir wieder einige Berge überqueren.
Und dann lag plötzlich der Ort und die Ostküste vor uns. Traumhaft schöne Aussicht.
Dort trafen wir das erste Mal Diana und Franz aus Holland.
Sie winkten schon so fröhlich als wir ankamen, dass wir uns gleich willkommen fühlten.

Erstmal wurde wieder Wäsche gewaschen, damit sie noch trocknen konnte
und dann gingen wir die Umgebung erkunden.
Die Zitrusfrüchte werden langsam reif, was für schöne Bäume.
Am Strand gab es viele kleine Tavernen und wir suchten uns ein Fischrestaurant aus.
Noch ehe wir in die Speisekarte schauen konnten,
holte man uns in die Küche und fragte,
welchen Fisch wir gerne essen würden.
Da lagen einige große Kaliber vor uns und wir entschieden uns für einen 1Kilo-Fisch zusammen.
Dazu griechischen Salat und French Fries.
Wir wissen jetzt so langsam, dass man sich French Fries besser spart.
Sie sind einfach immer labberig, schmecken nach nichts
und kommen nie an die gewohnten Pommes zu Hause heran.
Nicht mal an Backofenpommes. Naja, nach dem Essen bekamen wir dann die Rechnung.
50 € für den Fisch. Lecker war er ja aber der Preis hat uns dann doch geschockt.
Von Nea Makris konnten wir mit Bus und Metro nach Athen reinfahren,
denn das sollte man mit dem Auto besser vermeiden.
Und besonders mit einem Wohnmobil.
Wieder mussten wir uns erstmal in das Bus- und Bahnnetz einfinden.
Aber mit drei verschiedenen Metro-Linien war es relativ einfach und wir kamen gut hin und zurück.
Nea Makris liegt in der Nähe des sagenumwobenen Ortes Marathonos,
von wo der erste Marathon gestartet worden sein soll. Geschichte im Link: Marathonos
Die Straße am Meer entlang zeigt die km-Markierungen.

Athen:

Was für eine Mega-City. Viele angrenzende  Ortschaften sind eingemeindet
und so hat man mittlerweile ca. 4 Mio Einwohner.
Ganz genau weiß man es wohl nicht, da es keine Meldepflicht gibt.
Viel Armut, viel Geschichte, besondere Ecken…
Hier war ich auch schon 1988 auf meiner Abenteuerreise nach Israel,
kurz vor der Abfahrt von Piräus nach Haifa.
Was macht man, um sich einen Überblick zu verschaffen?
Man fährt erstmal mit dem Hop on Hop off Bus durch die Stadt.
Eine tolle Erfindung.
Die Akropolis steht oben über der Stadt. Akropolis heißt so viel wie “Obere Stadt”,
es war wohl der höchste Platz in der Stadt.
Dort angekommen, stiegen wir erstmal aus und machten uns auf den Weg zum Ticket-Point.
Hier war richtig viel los. Und oh Schreck, der Eintritt kostete 20 € pro Person.

Zuerst dachten wir noch, es wäre vielleicht eine Art Museum dabei,
heißt ja auch so,
aber es war tatsächlich nur der Eintrittspreis,
um auf dem Akropolisplatz herumzulaufen.
Unterhalb der Akropolis befindet sich zuerst einmal das Theater.
Hinter dem Theater hat man einen wunderbaren Blick über die Stadt bis zum Meer.
Ganz schön stürmisch war es hier oben. Man bekam kaum Luft, je nachdem wie man stand.

   

Ein Göttertempel steht hier neben dem anderen.

Interessante Bauten verbunden mit der griechischen Mythologie.
Was für ein Prunk muss das damals gewesen sein.
Und was haben die Menschen für komische Sachen geglaubt?
Aufgang zum Areopag
Und dann erinnerten wir uns an Apostelgeschichte 17,
wo Paulus, der hier auf diesem kleinen Hügel daneben, dem Areopag,
wo Matthias nun steht, seine große Rede hielt und die Menschen an den damals hier noch unbekannten Gott erinnerte.
Nämlich an den Gott Israels.
Wie großartig,  dass dieser Gott heute bis an die Enden der Erde bekannt ist.
In Vers 30 sagt Paulus:
Gott hat zwar über die Unwissenheit vergangener Zeiten hinweggesehen, doch jetzt fordert er alle Menschen überall auf, ihre Einstellung zu ändern.
Lest mal Apg. 17, 16-34
Hier steht die ganze Geschichte von Paulus in Athen
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Sowas muss auch mal sein:
Am 26.10. habe ich mit meiner Freundin Dani
auf ihren Geburtstag angestoßen.
L’Chaim!!!
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Einige Tage später fuhren wir an der Küste entlang Richtung Süden.
Die südlichste Spitze, Kap Sounion ist eine so herrliche Gegend.
Hier soll es den schönsten Sonnenuntergang geben.
Auf der Durchreise waren wir aber nur vormittags dort.

Auf dem Hügel gibt es wieder eine Akropolis, diesmal einen Göttertempel für Poseidon, den Meeresgott.

Am Nachmittag machten wir einen kurzen Stopp am Meer
und trafen nochmal nette Camper, die wir schon kannten.
Sie wollten am nächsten Tag weiter mit der Fähre nach Kreta.
Es gab erstmal Kaffee und Spekulatius am Strand.
What a feeling…!

Übrigens, Spekulatius schmecken auch am Meer.

 

Wir trafen uns mit Familie Heimbichner aus Ostfriesland, die zu der Zeit auch Athen und Umgebung erkundeten, auf deren Hoteldachterrasse zum Cappucino/Tee.
Es war schön, mal wieder Freunde aus der Heimat zu sehen,
die dann auch noch ähnliche Erfahrungen in Athen gemacht haben.
Schön, dass ihr hier ward.
Am Abend parkten wir, wie mittlerweile fast üblich, mit Meerblick am Strand.
Matthias geht auf der Hafenmauer spazieren.
Leckeres Frühstück: Mit Olivenöl geröstetes Fladenbrot mit Avocado und geräuchertem Käse.
Und weiter geht’s nach Korinth….

Einfach mal übers Wochenende am Strand gewohnt. So schön!

Diesmal gibt es viele Bilder und wenig Text.

Das Wochenende war einfach zu schön.

Ein sehr schöner Strandplatz:

38.77623078771702, 22.900160753964567

Nähe Akti und Loggos

Ruhig, idyllisch, wunderbar.

Zwischendurch ein paar andere Camper, ein paar streunende Hunde, ganz viele Angler in kleinen Booten und an Land.

Eine Stranddusche direkt neben dem Camper, was will man mehr?

       

Freitagabend – Shabbat Shalom!

 

So ein schönes Ambiente für ein Shabbatessen

Und dann kam plötzlich der Mond hinter den Bergen hervor, wie eine große Orange am Himmel. Leider kaum auf einem Foto einzufangen

 

Frühstück am Samstagmorgen

 

Wir haben am Shabbat die Parasha der Woche gemeinsam durchgelesen und studiert.

Sie steht in 1. Mo 18- 22 und heißt “Wajera”, was so viel bedeutet, wie: “Und es erschien”.

Es geht um Abraham, Lot, Isaak und Ismael.
In der Bibelschule nehmen wir Dienstags zur Zeit diese Wochenabschnitte durch. (s.Bibelschule)
Es lohnt sich, sie schon im Voraus zu lesen.
Außerdem haben wir uns schon auf Athen vorbereitet, was ja nun als nächstes auf dem Programm steht.
Heute gibt es mal Lachs vom Grill und Gemüse und Kartoffeln aus dem Omnia
Nette Leute mit diesem tollen Offroader kennengelernt. Das wäre für uns auch ganz schön praktisch.

 

 

Meteora

Wow! Meteora ist eine Reise wert.

1988, also vor 33 Jahren bin ich das erste Mal, als Jugendliche nach Israel gefahren.
Ja tatsächlich gefahren.
Ich durfte damals an einer Jugend-Abenteuerreise teilnehmen,
wo wir mit zwei Bullis von Deutschland über Österreich, damals noch Jugoslawien bis nach Griechenland und von hier dann mit dem Schiff von Piräus über Kreta, Rhodos und Cypern nach Haifa fuhren.
Damals machten wir auch Halt hier in der schönen Gegend von Meteora und ich wollte unbedingt nochmal mit Matthias hierher kommen.
Ich muss sagen,   es hat sich gelohnt, es ist einfach spektakulär.
Zwischendurch rutschte mir ganz schön das Herz in die Hose.
Besonders wenn ich auf dem Beifahrersitz direkt am Abgrund vorbeigefahren bin aber auch,
wenn man direkt am Abgrund stand.
Gruselig! Es war fast wie Achterbahn fahren.
   

Dies ist ein Suchbild. Findet ihr mich?
Hier bin ich!!!

Meteora heißt so viel wie “schwebende Himmelserscheinung”.
Die Klöster, die man auf diese Sandsteinfelsen gebaut hat,
sehen auch so aus,  wenn die Luft dunstig ist.
24 Klosteranlagen gibt es.  Aber heute sind nur noch 6 bewohnt.
Die anderen sind entweder zu schwer zu erreichen oder einsturzgefährdet.
Wir übernachteten auf einem Stellplatz bei einer Familie, die dort ein Gästehaus betreibt.
Man brauchte nur für Strom etwas bezahlen und am Abend in der hauseigenen Taverne essen.
Naja, das Essen ging so aber es war eine günstige Übernachtung.
Am frühen Morgen wurden wir von der Sonnen direkt im Bett geweckt.
Matthias machte sich mit dem Fahrrad früh auf und hat einige Klöster  in dem schönen Morgenlicht eingefangen.
     
Und dann verließen wir die schöne Gegend und fuhren wieder Richtung Küste und Athen.

Vergina und Beröa (Virea)

Vergina: 

Mitten im Ort dachten wir noch,  wir wären falsch.
Doch dann sah man diesen unscheinbaren Hügel.
Hierunter befindet sich ein grandioses,
hochinteressantes Museum mit den Gräbern der Familie “Alexander des Großen”.
Man hat sehr viele Schalen aus Ton aber auch aus Silber ausgegraben.
   
Aber auch viele andere Dinge, wie Schmuck, Rüstungen und z.B. die typischen Eichenkränze aus Gold,
die die großen Griechen damals trugen.
   
Auch der Vater Alexanders des Großen, Philipp der II. soll hier begraben sein
und man kann tatsächlich sein Skelett bestaunen.
Man hat ganze Grabkammern ausgegraben.
Grab von Philipp II, Vater Alexanders des Großen
Die Hellenisten hatten damals eigentümliche Bestattungsriten.
Man verbrannte die Leichen, reinigte das Skelett mit Wein und legte es dann wieder zusammen und bekleidete es mit Purpurgewändern.
Dazu gab man fast den halben Hausstand und alles, was der Tote liebte mit ins Grab. siehe oben
Das war ca. 300 vor Christus.
Krass, die Skelette lagen also schon dort,  als Paulus damals ins benachbarte Beröa zog.
Nach so viel schönem ausgegrabenen Schmuck, konnte ich bei diesen tollen Exemplaren nicht widerstehen.

Wir blieben in dem Ort,

bummelten durch die Souvenirläden,
kehrten in einer Taverne ein
und übernachteten mitten im Dorf
auf einem Stellplatz.

 

Übrigens, hier tragen sogar die streunenden Hunde freiwillig Maske

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Beröa:

Heute heißt der Ort “Virea”.
Es ist ein Ort, den Paulus auf seiner zweiten Missionsreise besuchte und von daher auch ein Ort auf unserer Reise.
Apg. 17, 10-14
Also machten wir uns hier auf die Suche nach Paulus und haben ihn auch gefunden.
Ich finde,  er sieht sehr traurig aus.  Sicher macht er sich Sorgen um die Gemeinden heute.
Uns wurde heute so bewusst, wie die Gemeinde in Beröa die Schriften studierte und forschte,
ob es auch wirklich alles so sei. Und daher kamen viele zum Glauben.
Da fehlt heute doch tatsächlich oft das Forschen in den Schriften.
Auf unserem Weg haben wir auch die Synagoge von Beröa gefunden,
die natürlich nicht mehr aus der Zeit von Paulus stammt
und die Paulus daher nicht besuchte.

Ausgrabungen mitten in Beröa
Die Synagoge von Beröa
Und dann fuhren wir weiter am schneebedeckten Olymp vorbei Richtung Süden
…was für eine schöne Landschaft.