Ein Tag mit einem Bus voller Ostfriesen in den Höhlen von Beth Guvrin.

Am Morgen verließen wir die Farm und machten uns auf den Weg nach Beth Guvrin um die unterirdischen Höhlen zu besuchen.
Wahnsinn, hier gab es so viel unter der Erde. Das Leben in den Höhlen war angenehm kühl, sehr schön bei der Hitze. Es gab Höhlen mit Taubenschlägen, für die Fleischversorgung, Ölpressen und noch viel mehr. Aber die Menschen haben wohl doch nicht unterirdisch gewohnt.  Interessante Links dazu gibt es hier:
Aber der eigentliche Grund für diesen Ausflug war ein anderer.
Hier hatten wir uns mit Petra verabredet, die mit einer Gruppe Ostfriesen zu der Zeit durchs Land reiste. Sie brachte uns ein Ersatzlicht mit, was uns ein Bus in Jerusalem abgefahren hatte.
Außer Petra und der Guide David wusste niemand in der Gruppe, dass wir kommen.
Und wir wussten auch nicht, wer sonst noch dabei war, außer dass Ernst Bonet die Gruppe leitete.
Und dann standen auf einmal außer Petra auch noch diese beiden lieben ehemaligen Bibelschüler unserer Abendbibelschule vor uns.
War das eine Freude. Wir hatten uns so lange nicht gesehen.
Lustig war, dass in dieser Gruppe einige Camper unterwegs waren, die sich einen Tag vorher gefragt haben, wann sie wohl das erste Wohnmobil in Israel treffen würden. Und dann fuhren ausgerechnet wir vor mit dem Kennzeichen LER.
Sie konnten es gar nicht fassen.
Nach einer ausgiebigen Mittagspause besichtigten wir gemeinsam die sidonischen Grabhöhlen  aus dem 3./2. Jahrhundert vor Christus.
Ernst hielt eine Andacht zum Propheten Micha, der in dieser Gegend wohnte.
Es war schön, mal wieder mit einer Gruppe unterwegs zu sein. Aber wir waren auch froh, dass wir für nichts verantwortlich waren. 😉Vielleicht im nächsten Jahr wieder. Mit neuer Energie.
Echt mal ein schöner Tag mit Plattdeutsch im Heiligen Land und tatsächlich mit noch mehr bekannten Gesichtern. Sogar entfernt Verwandte von Matthias waren dabei.
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Sabra

Kleiner Einschub zu diesem wunderbaren Kaktus in Israel. Man nennt ihn hier im Land Sabra. Er fängt zu dieser Jahreszeit so langsam an zu blühen. Seine Stacheln sind so heftig, dass man ihn nicht anfassen darf. Seine Früchte sind dafür sehr süß und wohl sehr lecker. Wir haben sie bisher noch nicht probiert.
Mit Sabra bezeichnet man auch die im Land Israel geborenen jüdischen Israelis.
Man sagt: “Sie sind außen stachelig und innen süß”, genauso wie der Kaktus
 
Diese Kakteen sahen wir auf dem Weg zu den Glockenhöhlen.
Dies sind wunderschöne große, an Kathedralen erinnernde Höhlen mit wunderbarer Akustik.
   
Amazing!
Danach fuhren wir noch nach Tel Aseka. Einiges dazu findet ihr hier:
Von diesem Hügel schaut man hinüber in das Tal, wo David Goliath besiegte.

(1 Samuel 17,1-11)

Die Philister sammelten ihre Heere zum Streit und kamen zusammen zu Socho in Juda und lagerten sich zwischen Socho und Aseka bei Efes-Damim. Aber Saul und die Männer Israels kamen zusammen und lagerten sich im Eichgrunde und rüsteten sich zum Streit gegen die Philister. Und die Philister standen auf einem Berge jenseits und die Israeliten auf einem Berge diesseits, dass ein Tal zwischen ihnen war.

hellblau: Israel; mittelblau: das Tal; und rot: Die Philister
Danach verabschiedeten wir uns und fuhren zurück zur Farm.

Mal Meer – mal Farm – und nochmal Jerusalem

Hezliya Beach day

Diesiges Wetter und superwarm. Beste Voraussetzungen, um an den Strand zu gehen.
So ist man nicht so sonnenbrandgefährdet.
Ein gutes Buch, und sich zwischendurch im Meer abkühlen, mehr braucht es nicht, um sich zu entspannen.
Ich lese zur Zeit das Buch “Der letzte Pfarrer von Königsberg”.
Es ist sehr interessant, was die Gläubigen im dritten Reich alles erlebt haben. Immer waren sie in der Situation, wie lange müssen wir uns dem Staat unterordnen und wo geht es gegen Gottes Vorstellungen.
Ich glaube, genau so ist es auch heute noch, wenn auch nicht in dem extremen Maße, wie damals.
Aber damals hat es auch ganz sachte angefangen.

 

Und wieder geht die Sonne wunderschön unter.

Matthias schaut noch mit dem Fernglas nach den Booten.

Hier kann man gut stehen und eine Nacht übernachten

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Ein paar Tage auf der Farm

Wir sind nochmal zur Farm von Jakob und Elisheva gefahren.
Gemeinsam mit Katharina und Marek helfen wir ein bisschen, die Farm für den Sommer fitzumachen.
Etwas Ruhe, etwas Arbeit, hier ist einfach alles so schön friedlich.
Wunderschöne Blumen, wunderschöne Vögel wunderschöne Sonnenuntergänge.
 
Nur leider ist mein Heuschnupfen plötzlich da.
Upps, habe gar nicht mehr dran gedacht.
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Rauf nach Jerusalem

Wir warten auf Meno, der uns hier abgeholt hat

Am ersten Abend in Jerusalem war schon der letzte Passahabend und wir waren bei Meno und Anat zum Abendessen eingeladen. Außerdem kam noch eine Gruppe Jugendlicher vom  “Word of Life” Bible-College Ungarn zu Besuch. Sie kamen aus aller Welt, studierten gemeinsam in Ungarn und waren gerade gemeinsam über Pessach und Ostern in Israel. Sehr interessante junge Leute. Ein Mädchen kam aus Brasilien von “Palavra da Vida” und kannte Thomas Schneider, der früher mal für einige Zeit in unserer Familie in Meinerzhagen war.


Am nächsten Tag gingen wir nochmal in die Altstadt

Eintritt frei in der Davidszitadelle!
Was für ein Glück, wo wir gerade unbedingt hinein wollten.
Matthias hat während seines Archäologiekursus einiges über diesen Ort in Jerusalem gelernt und so ist es natürlich spannend, jetzt alles nochmal vor Ort zu sehen.
Dieses war der Ort, wo Herodes seinen Palast hatte.
Irrtümlicher Weise haben die Byzantiner diesen Ort mit David in Verbindung gebracht. siehe https://de.m.wikipedia.org/wiki/Davidszitadelle
Was wir nicht erwartet haben? Die krasse Aussicht! Man kann rundherum schauen und Alt- und Neustadt überblicken.
Spannend war es heute, von hier aus auf den Tempelberg zu schauen.
Nachdem es in der Frühe um 4 Uhr schon Ausschreitungen gab, fand das Freitagsgebet statt mit ca. 150.000 Menschen.
Zunächst verlief alles friedlich. Im Anschluss allerdings starteten Gewalttäter wieder, wie schon in den vorangegangenen Tagen mit Steinewerfen und Feuerwerk zünden.
Wenn dann die Sicherheitskräfte einschreiten müssen, um die Betenden und die Umgebung zu schützen, werden Videos aufgenommen und schnell verbreitet. So kann man der Welt erzählen, dass die israelische Polizei ihre Moscheen entheiligt.
Wir hörten später große Sprechchöre mit “Alahu Akbar-Rufen”. Es war wirklich furchterregend.
Wir sind dankbar für das große Sicherheitsaufgebot hier rund um die Altstadt, was uns wirklich Sicherheit gibt. Es wird deeskalierend gearbeitet.
Anders als in den Jahren vorher um diese Zeit, wenn Ostern, Pessach und auch noch Ramadan zusammenfallen, ist es sehr ruhig hier, weil viel weniger Menschen aus dem Ausland da sind.
Matthias war ganz begeistert von den vielen Reliefs und Topografien, die man hier in der Davidzitadelle  finden kann. Es gibt sie von jeder Epoche und das hat Matthias ja in den letzten Wochen studiert.
Es war sehr interessant!
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Und dann wachten wir morgens auf und konnten kaum aus den Scheiben schauen. Ein Sandsturm fegte über Israel.
So sah unser Auto noch nie aus!
 
Wir fuhren weiter nach En Kerem, um uns mit Michael Schneider zu treffen.
Die ganze Luft war gefärbt vom Sand.
Alle Autos sahen gleich aus, nämlich beige eingepudert.
Es sollte noch ein paar Tage so weiter gehen, so dass sich das Auto waschen vorerst noch nicht lohnte.
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En Kerem

Hier hatten wir uns mit Michael verabredet, einem deutschsprachigen, an Jesus gläubigen, Tourguide.
Wir kannten seine Familie schon, hatten ihn selbst aber noch nie vorher getroffen.
Es war ein sehr nettes Treffen und da die Straßencafés noch nicht geöffnet waren machten wir eine kleine Tour durch En Kerem. Hier hat Johannes der Täufer gelebt.
 
Im Hof der Kirche, die natürlich für ihn hier aufgebaut wurde, hängt in allen möglichen Sprachen der Welt das prophetische Reden des Vaters Zacharias.
Nachzulesen in Luk. 1 ab Vers 67
In der Kirche steht groß über dem Durchgangsbogen “Deus Israel” – “Gott Israels”, was von den katholischen Kirchen allgemein nicht wirklich gesagt wird. Es ist eine Schande, wie wir als Christenheit, den Gott Israels von seinen jüdischen Wurzeln gekappt haben.
So viele Pilger besuchen diesen Ort. In manchen Glaubensrichtungen wird Johannes der Täufer sehr stark verehrt.
Jedenfalls hatten wir ein nettes Meeting mit Michael und haben uns auch für die Zukunft vorgenommen, gerne ihn mal als Tourguide für unsere Gruppen dabei zu haben.
Man sieht auch hier noch, wie sandig die Luft ist.
Danach fuhren wir über eine wunderbare Straße durch die Berge Jerusalems zurück zu unserer kleinen Farm in Kfar Urija.
Die Filme, die ich dazu gemacht habe, kann ich leider hier nicht einfügen.
Aber, es war traumhaft. Leider sind sehr viele Wälder in der Gegend abgebrannt.

Noch ein paar Fotos von der Farm:

Matthias verlegt die letzten Pflastersteine, damit wächst für uns eine größere Terasse.
Und wir genießen hier das Camperdasein.
Da wir diese Woche keine Waschmaschine haben, muss unsere mal wieder ran.
So alles wieder sauber. Morgen treffen wir uns mit Ostfriesen.
Mal sehn, wie es  ihnen im Lande gefällt.

Pessach in Yaffo und Jerusalem mit Johanna

Chag Pessach Sameach!

So sagt man hier in Israel zur Pessachzeit zu jedem, dem man begegnet.
Am ersten Abend des Pessachfestes, dem 14. Nisan fand der Sederabend statt, der das Fest der ungesäuerten Brote eröffnet, und an dem man in einer liturgischen Form, den Auszug aus Ägypten feiert und jedes Jahr wieder erzählt. 

Gewaltig sind die Zusammenhänge zu den Lehren Jesu, die wir als gläubige Christen dabei entdecken.

Die Mutter des Hauses, Elisheva entzündet die Kerzen
In der letzten Woche wurden alle Häuser gereinigt.
Der letzte Krümel Sauerteig musste aus den Häusern verschwinden, weil in dieser Woche nur ungesäuertes Brot gegessen wird.
Dann wurde in allen Häusern gekocht, was nur möglich ist.
So bereiteten wir auch ein leckeres Essen zu, einige deckten schön den Tisch und dekorierten alles mit wunderschönen Blumen.
Es kamen einige Gäste und wir feierten in netter
Runde und lernten dabei wieder neues dazu.
Gott führte damals sein Volk Israel aus der Sklaverei Ägyptens heraus.
Auch heute möchte er uns aus unserer Sklaverei und Begrenztheit herausführen.

Jerusalem mit Johanna

Begrüßung in Jerusalem, die Harfe Davids, die Brücke der Tram
Menorah an der Knesseth, dem Parlamentsgebäude in Jerusalem
Ostersamstag mit Johanna in Jerusalem oder anders gesagt, der erste Tag von Pessach in Jerusalem.
Am Shabbat ist es ja immer außergewöhnlich ruhig in Jerusalem, aber diesmal war es nochmal ruhiger.
Ja die vielen christlichen Pilger fehlen zur Zeit, die sich normalerweise an den Ostertagen durch die Stadt schieben. Von daher hatten wir einfach einen schönen Tag.
Zunächst spazierten wir durch die erste Wohngegend die außerhalb der Altstadtmauern gebaut wurde: “Mishkenot Sha’ananim”.
Diese wurde rund um die Montefiore-Windmill um 1857 gebaut.
Heute ist hier alles schön angelegt und wieder gibt es jede Menge schöner Blumen, die die Hauseingänge verschönern.
 
Danach gingen wir durch das Jaffa-Tor in die Altstadt.
Wir schlenderten durch den Shuk, was zur Zeit echt grenzwertig ist.
Denn die lieben Händler erinnern sich noch Stunden später an dich, wenn du wieder zurückkommst.
Sie haben einfach zu wenig Touristen hier und die paar, die sie sehen, nerven sie noch mehr, als sonst schon.
An der Klagemauer war auch sehr wenig los, dafür, dass zur Zeit Pessach ist. Zum Glück war es auch auf dem Tempelberg ruhig, allerdings sieht man, dass viele Fenster der Al Aksa Moschee zertrümmert sind.
Am Tag vorher gab es hier richtig heftige Ausschreitungen.
Terroristen mit Hammas- und Isis-Flaggen verschanzten sich dort und horteten Felsbrocken und Steine.
Es war der zweite Ramadanfreitag und es mussten tatsächlich israelische Sicherheitskräfte einschreiten.
Sie sorgen hier in der Stadt für einen reibungslosen Ablauf.
Bei diesen ganzen unterschiedlich religiösen Menschen ist das bitter nötig.
Ich wundere mich immer wieder, wie viele Anschläge durch die Sicherheitskräfte verhindert werden. Davon wird in Europa kaum berichtet. Und wir sind dankbar, dass sie sich solche Mühe geben.
Einige Kunstprojekte in der Mamila haben es mir heute angetan:
 
z.B. diese Tastatur in Form einer Handgranate
Sehr kraftvolle Kunstinstallation in der Mamilla Mall (#Jerusalem) von Gilad Keinan, die die Kraft des geschriebenen Wortes und die potenzielle Explosivität von allem, was wir über einander schreiben oder sagen, symbolisiert. Besonders bedeutsam angesichts all des Hasses online, den wir heute sehen.
https://twitter.com/Ostrov_A/status/1516497717186514957?t=9YEcro3c-gwsGZuQmkBxwQ&s=03
Kleiner Abstecher auf dem Rückweg noch ins Marokkanische  Viertel. Es ist so zentral und doch verborgen.
 
So schöne kleine Kacheln, die selbst jede Treppenstufe verschönern.
Zum Abschluss des Tages besuchten wir noch den Feiertagsgottesdienst mit Pessachfeier in der Jerusalem-Assembly. Wow mit mehr als 150 Personen Pessach feiern, ist schon eine Herausforderung.
So viele Menschen aus aller Welt und sogar liebe Leute aus Deutschland kennengelernt.
Es war ein richtig schöner Tag!

Cäsarea

 

Bereits zum wiederholten Male übernachten wir mit dem Wohnmobil an diesem schönen Ort in der Nähe von Cäsarea. Dass der Parkplatz nachts beleuchtet ist und überall Überwachungskameras installiert sind gibt uns ein Gefühl der Sicherheit.

 

Abends protzen Jugendliche mit ihren Autos und morgens wird früh der Müll des letzten Tages von den Mitarbeitern des Nationalparks eingesammelt.

 

 

Zu den Zeiten, in denen wir Israelreisen durchgeführt haben, waren wir mit fast jedem Besucher hier in Cäsarea. Inzwischen sind die Ausgrabungen fortgeschritten. Meter für Meter arbeiten sich die Archäologen durch die sandbedeckten Hügel. Die Bibel berichtet ab Apostelgeschichte Kap. 10 von dem römischen Hauptmann Kornelius. Er wird als fromm und gottesfürchtig beschrieben. Manchmal frage ich mich, wie das für einen Vorgesetzten römischen Machthaber, der als Besatzer in diesem Land mit seiner Armee ist,  funktioniert. Die Bibel nennt drei Eigenschaften von Kornelius: Er betete, fastete und gab Spenden für das Volk Israel. Weiter hatte er Einfluss auf seine Umgebung: In seiner Familie und unter seinen Mitarbeitern fanden sich gottesfürchtige Menschen zusammen. Der Schreiber der Apostelgeschichte geht nicht auf die damalige politische Situation ein, und der Text lässt diese Spannung offen und konzentriert sich auf die Tatsache, dass an dieser Stelle das Evangelium zu den Nationen, den nichtjüdischen Völkern kommt.
Das Evangelium überwindet die politischen und religiösen Mauern.
Weiter war dieser Ort für einige Jahre das Tor zur westlichen Welt: nach Griechenland und Italien. Die Apostelgeschichte nennt diesen Ort erstmals in der Beschreibung der Berichte von Philippus, der einer der ersten Mitarbeiter der jungen Gemeinde in Jerusalem war. Der erwähnte römische Hauptmann Kornelius war mit seiner Truppe hier stationiert. Petrus wird nach der göttlichen Vorbereitung zu ihm geschickt, und öffnet damit den Weg für die Nationen. Wiederum findet Petrus hier Zuflucht nach dem er in Jerusalem gefangen genommen und durch wundersame Wirkung Gottes befreit wurde. Paulus ist mindestens vier mal hierher gekommen.
Mit großer Wahrscheinlichkeit befinden sich unter diesem Parkplatz, auf dem wir gerade mit dem Wohnmobil  stehen noch Überreste der Geschichte dieses Ortes.
Und es ist möglich, dass dieser Parkplatz eines Tages den Ausgrabungen weichen wird.

Ein paar Tage auf dem Carmel und ein Besuch in Haifa

Ein paar Tage Entspannung auf dem Carmel.

Wir kamen am Shabbatabend nach dem Konzert hier an und stellten einfach erstmal unseren Wagen ab. Am nächsten Morgen suchten wir uns einen Platz mit schöner Aussicht und guter Lage, direkt in der Nähe des Wasseranschlusses.

 

Hier gibt es einige Naturreservate mit vielen kleinen und großen Picknickplätzen, wo man sich wirklich für ein paar Tage zurückziehen kann. Natürlich ist es hier am Shabbat sehr voll und auch am Sonntag kamen noch einige christliche Araber vorbei, die sich zum Grillen trafen. Aber in der Woche lohnt es sich, hier auszuruhen.

 

Es war Sonntagmorgen und wir waren eingeladen, am Gottesdienst der FeG Meinerzhagen teilzunehmen und einen kurzen Gruß und Beitrag zur Osterwoche zu geben. So wurden wir per Zoom dazugeschaltet und konnten kurz von den Vorbereitungen vor Ort berichten.

Natürlich kann man hier auch Ostern feiern aber wir feiern hier tatsächlich das Pessachfest und bekommen von Ostern gar nicht so viel mit. Dazu müsste man schon nach Jerusalem fahren und eine der christlichen Kirchen besuchen.

Wir erklärten ganz kurz, was Pessach mit dem Auferstehungsfest zu tun hat.

Jesus hat nämlich an Pessach seinen Tod und Auferstehung erklärt und gesagt, wir sollen dieses Fest feiern, um an seinen Tod zu erinnern. Wir tun das heute im Abendmahl, aber wissen oft gar nicht um die großartigen Bedeutungen und Hintergründe.

Der Name Ostern kommt leider aus der heidnischen Welt und deutet auf die Ostera (Astarte), die Göttin der Fruchtbarkeit hin.

Davon haben wir viel in Griechenland gesehen und gehört.

Wusstet ihr, dass das Osterei auch ein heidnisches Symbol ist? Es hat gar nichts mit dem Auferstehungsfest der Gemeinde Jesu zu tun, sondern kommt aus heidnischen Gebräuchen zur Verehrung der Fruchtbarkeitsgötter.

Gerade in dieser Woche, wo ich diesen Text schreibe, lesen wir in der Parasha, dem Wochenabschnitt der Thoralesung, über die Feste des Herrn (Jahwes). Interessant, wie sich in der Kirchengeschichte nach und nach ein Schleier über diese so wertvollen Feste gelegt hat, weil man heidnische Bräuche und Riten mit hineingemischt hat, in Gottes Vorgaben.

Interessant zu lesen oder zu hören. Ein Beitrag der messianischen Gemeinden (Kehila) in Israel zu diesem Thema:

Teaching on Parashat Emor » Kehila News Israel

 

Hier oben habe ich einige Berichte für unsere Website geschrieben und Matthias hat einige Lektionen seines Bibelstudiums durchstudiert. Wir haben einige wenige Wanderer, Läufer und Mountainbiker getroffen aber ansonsten die Blumen und die schöne Aussicht genossen.

                

 

Viele schöne bunte Blumen und ganz viel Ruhe. Hier kann man wunderbar grillen und den Sonnenuntergang genießen.

 

Dann fuhren wir kreuz und quer über den Carmel und genossen die Schönheit dieser Gegend.

Rechts von dem Turm der Universität Haifa standen wir die letzten Tage und haben rechts runter in die große Bucht Haifas geschaut.

 

     

 

Und so langsam ging es dann den Berg hinab.

Und schon bald kamen wir ans Meer.

Ein wunderbarer Tag am Strand, in der Nähe von Haifa.

Bei schön warmem Wetter gönnten wir uns ein paar Stunden am Meer, bevor wir abends eine arabische Familie in Haifa besuchten.

Nizar war vor vielen Jahren bei uns in Hesel in der Gemeinde mit Eias Morise, um unseren syrischen Freunden das Evangelium weiterzugeben. Wir haben uns dann vor kurzem in Jerusalem  auf dem Konzert am Gartengrab getroffen und verabredet.

Er ist arabischer Musiker in Israel und singt hier auch mit messianischen Musikern z.B. Joshua Aaron:

(542) You Deserve The Glory – Jew & Arab Worship Together[Live]@SOLU Israel – YouTube

Wie schön, sie alle drei zusammen zu hören. In Jeshua haben Juden und Araber Frieden, er ist der Friedefürst.

So eine nette herzliche Begegnung. Wir haben uns so über die Gastfreundschaft aber auch die innere Verbundenheit gefreut.

Sie haben eine wunderbare Aussicht über den Hafen von Haifa, wo wir jetzt schon vor zwei Monaten unseren Caravan abgeholt haben.

Später am Abend fuhren wir an den Strand von Cäsarea zum Übernachten und wachten am Morgen mit einem wunderschönen Sonnenaufgang auf, den wir vom Bett aus beobachten konnten.

 

 

Unterwegs mit Anko und Sieta – Tel Dan

Unterwegs mit Anko und Sieta

Gemeinsam mit Freunden aus der Heimat unterwegs sein,  das ist nach so langer Zeit wunderbar.
Zunächst fuhren wir auf dem Weg zu ihnen an der Jordanstelle vorbei, wo sich einige  Geschichten der Bibel ereigneten. Hier zog das Volk Israel durch den Jordan,  als es in das Land Kanaan kam, Na’emann tauchte sich siebenmal unter und wurde von Aussatz befreit und auch Jesus wurde hier von Johannes getauft.
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Vor kurzem sind wir schonmal hier durch das Jordantal gefahren, damals war alles unnatürlich grün hier.
Es ist zwar noch grün aber so langsam verliert das Gras seine Farbe. Bald wird alles wieder gelb sein.

 

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Unsere Freunde haben ein schönes Apartment mit Blick auf den See Genezareth.
Hier kann man sich richtig wohl fühlen. Wir verbringen einige Tage mit ihnen. Auf ihrer Terrasse essen wir morgens und abends zusammen. Tagsüber sind wir unterwegs.

Aliya Return Center

Anko und Sieta haben guten Kontakt zum Aliya Return Center.
Diese Organisation kümmert sich um Juden, die zurück nach Israel kommen. Zur Zeit sind es viele aus der Ukraine, vor allem alte Menschen und Frauen und Kinder. Die Männer müssen leider noch in der Ukraine das Land verteidigen.
So erkunden wir all die tollen Angebote,  die sie hier anbieten.
Es gibt eine Kleiderkammer, Essensausgabe,  einen Ulpan (Hebräischunterricht) und vieles mehr.
Die Kleiderkammer in Tiberias. Hier können Bedürftige sich einkleiden.

 

Essensausgabe in Tiberias

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Lonely soldiers house

Man kümmert sich auch um sogenannte “lonely soldiers”.
Das sind Soldaten, die ohne Familie in Israel leben.
Sie können hier wohnen, wenn sie am Wochenende normalerweise nach Hause fahren würden.
Sie haben so ein schönes Ersatz- Zuhause. Es gibt mehrere Zimmer wie in einer WG und einen schönen Balkon.
         

Ulpan (Hebräischunterricht) für Neueinwanderer

 
Hier lernten die Schüler gerade die Vokabeln, um das Pessachfest zu feiern
Sie studierten die ganze Haggada gemeinsam durch.
Chaim, einer der Leiter,  ein busy man, zeigt uns mit Hingabe die vielen Bereiche.
Ich habe schon viel darüber gelesen aber diese  Arbeit live zu erleben,  war einfach sehr schön.

 

 

 

Nach dem großen Rundgang mit allen Besichtigungen gingen wir von Beit Zerah hinunter zum Jordan und erfrischten unsere Füße.

 

Am Jordan ist auch sonst einiges los.

 

Und noch ein paar schöne Blumen

Die mit den kleinen Bömmelchen ist eine Art Brennnessel.

 

 

Tel Dan

Das “Tel Dan” Natur Reservat (https://en.parks.org.il/reserve-park/tel-dan-nature-reserve/)

wird man nach einem Besuch so schnell nicht mehr vergessen.

 

 

Hier, an einer der drei Jordanquellen kommt das frische Wasser aus dem Boden und wird schnell zu einem Fluss, voller Energie und Leben. Nicht umsonst wurde ein Teil dieses Naturreservats “Garten Eden” genannt. In altertümlichen Schriften sowie in der Bibel wird dieser Ort erwähnt.

Matthias:

Ein Ort in diesem Reservat erinnert mich an eine besondere Begebenheit,

die uns an zwei Stellen in der Bibel beschrieben wird.

In 1.Könige 12 und 2. Chronik 11 wird davon berichtet, dass nach der Teilung des Königreichs Israel, Jerobeam, der König des Nordreiches, an diesem Ort ein Kalb als Götzenbild aufstellen ließ.

Gott hatte ihm zuvor die Herrschaft über dieses Gebiet übertragen.

Aber Angst um seine Autorität und letztlich um sein Leben veranlassten ihn zwei alternative Anbetungsstätten für die Israeliten des Nordreiches anzubieten.

Hier an diesem schönen Ort war eine davon. Und in der Tat, die Situation war kompliziert.

Der Ort, an dem Gott wohnte und angebetet wurde –Jerusalem– lag inmitten des Gebietes des Rivalen, König Rehabeam, Salomos Sohn.

Und drei Mal im Jahr sollten die Israeliten dorthin ziehen, um Gott anzubeten und Seine Feste zu feiern.

Jerobeam traf eine folgenschwere Entscheidung. Er wählte zwei strategisch günstige Orte, Bethel und Dan, um dort den Israeliten eine Alternative zu Jerusalem zu bieten.

Er ließ zwei Kälber aufstellen, die an den Auszug der Israeliten aus Ägypten erinnern.

Damit musste zur Anbetung das entfernte Jerusalem nicht mehr angesteuert werden.

Weiter setzte er eigenwillig Priester ein, nicht nach den Vorgaben, die Gott durch Mose angeordnet hatte,

und änderte das Datum des Laubhüttenfestes.

Zusammengefasst: Er entwickelte damit eine Ersatztheologie, indem er etwas neben Gottes Anordnungen stellte.

Äußerlich fast nicht wiederzuerkennen, passiert heute genau das gleiche.

Jerobeams Motivation war die Angst um seine Macht.

Um diese zu bewahren veränderte er Gottes Anweisungen und lenkte damit sein Königreich in den Abgrund.

Gott schickte viele Propheten, wie z.B. Amos um zu warnen, doch die Strafe ließ sich nicht mehr aufhalten.

Diejenigen, die sich nach wie vor an den Gott Israels hielten, flohen in das Königreich Juda nach Jerusalem (2.Chr. 11,13-16).

 

An diesem Ort stellen wir uns drei Fragen:

  1. Wo haben wir uns Ersatzgötter aufgestellt, die unser Lebenskonzept stützen?
  2. Priester waren die von Gott eingesetzte Autorität. Wo haben wir Autoritäten ausgetauscht?
  3. Die biblischen Feste Gottes zeigen die komplette Heilsgeschichte: Gottes Rhythmus. Wo verändern wir Gottes Vorgaben?

 

 

 

Heute graben Archäologen in den umliegenden Hügeln von Tel Dan und bestätigen Gottes Wort.

Ohne dass sie es wissen, sind sie mir eine Warnung, was mit solchen Ersatzgöttern passiert.


Neben der Stadt Dan gibt es hier auch noch eine Ausgrabung von einem sehr alten kanaanitischen Stadttor, was man in den letzten Jahren nach und nach ausgegraben hat.

Danach fuhren wir noch weiter auf den Golan und hielten nochmal am Wasserfall “Saar” an.

 

Und noch ein paar Eindrücke vom Golan

 

 

Good bye Tiberias!

 

Shabbat – Tag am Meer – Bat Yam

 

 

Riesenquallen

   

 

Tens of Merci

Am Abend gab es dann nochmal einen Worshipabend mit den Beiden.

 

Joshua Aaron und Aaron Shust

Hier trafen wir Johannes Engelhardt aus Düsseldorf.

Danach mussten wir uns schon wieder von Anko und Sieta verabschieden.

Wie schade, dass ihr nur so kurz hier sein konntet.

 

Jerusalem – Konzert mit Joshua Aaron

Am nächsten Tag fuhren hinauf nach Jerusalem.

Samuels Grab

Samuels Grab, sieht man immer,  wenn man nach Jerusalem hinauffährt, an der Moschee,  die auf dem Grab auf  einer großen Anhöhe steht.
Diesmal sind wir direkt hingefahren und haben einen Blick auf Jerusalem geworfen. Krass was hier in den letzten Jahren gebaut wurde.
Jerusalem wächst immer weiter.
Wusstet ihr schon, dass das hebräische Wort für Prophet Nevi/ NEvi’im ist?
Die Propheten weisen auf Gottes Handeln hin und zeigen dem Volk Gottes die Richtung an. Wenn das Volk auf Abwegen war, sagten dies die Propheten Gottes oft an und warnten vor den Folgen. Leider wollten die Menschen oft nicht hören. Sie liebten die süßen Worte der falschen Propheten.
Leider ist es heute immer noch so.
Von dem Wort kommt auch unser heutiges Navi (Navigation).
Interessant, dass wir uns auf das Navi doch meistens verlassen aber Gottes Wort oft anzweifeln und in unsere Zeit hinein verändern möchten. Aber eine kleine Verschiebung von Gottes Richtungszeiger führt zur Zielverfehlung.
Das Wort Sünde bedeutet tatsächlich genau das. Zielverfehlung!

Interessant, hier hat man auch den Ort Mizpa aus der Bibel ausgegraben.
Wenn man diesen Ort in die Suchmaschine der Bibel-App eingibt, findet man viele Stellen in Richter oder Samuel.
Meistens sind es Aufrufe, sich zu versammeln zu Jahwe.
z.B. 1.Sam.10,17
Samuel rief alles Volk zu Jahwe nach Mizpa.
oder Richter 20,1 Da versammelten sich alle Männer Israels… in Mizpa. Sie erschienen wie ein Mann vor Jahwe.
Viele orthodoxe Juden tummeln sich hier aber auch Muslime,  die Samuel auch als ihren Propheten anerkennen.
Juden und Muslime besuchen die Gräber ihrer toten Propheten. Später am Abend wird uns das nochmal besonders deutlich. (Siehe Konzert)
Danach ging es zu Avners Winery zu einer Weinprobe
mit einer deutschen Gruppe. Wir hatten uns mit J.Gerloff verabredet, der diese Abende mit Weinprobe und Vortrag für Gruppen anbietet.
Was für ein herrliches Ambiente.
Avner erzählt zur Weinverkostung seine Lebensgeschichte. Er ist ein Jude, der aus dem Irak hergekommen ist, als die muslimischen Länder alle Juden aus ihren Ländern vertrieben. Zur Zeit der Staatsgründung 1948/49.
Sehr spannend!
Jetzt zur Rente hat er noch studiert, Wein zu keltern.
Ein schönes Hobby für den Lebensabend. Zunächst legte er Weinberge an und musste drei Jahre auf die erste Ernte warten. Das ist so üblich. In der Zeit des Wartens studierte er.
Alles fertig, die Gruppe kann kommen.
Danach sprach Johannes zur Gruppe und erklärte, was aktuell in Israel los ist und beantwortete viele offene Fragen. Es ist so schwierig den Touristen, die komplizierte Lage hier zu erklären. Denn es ist so viel mehr, als schwarz/ weiß.
Er ermutigt jeden, sich Jeremia 31,10 genauer anzuschauen.
Wir als Gläubige aus den Völkern haben den Auftrag der Welt zu verkünden:
Der Israel zerstreut hat, der wird es wieder sammeln. Er wird es hüten, wie ein Hirte seine Herde.
Das ist ein Befehl Gottes an die Völker.
Was für eine Überraschung!
Unser Freund Ali, der beste Busfahrer der Welt, war der Busfahrer.
Welche Freude, ihn hier plötzlich zu treffen. Wir hatten gar nicht mit ihm gerechnet.
Nachdem das Fasten am Abend beendet war (Ramadan), speiste er mit uns und wir tauschten uns aus, wie die letzten zwei Jahre gelaufen sind. Sehr traurig, wie die Tourismusbranche unter den Corona-Einschränkungen gelitten hat. Auch Ali musste einige Busse verkaufen.
Am 4. April trafen wir uns am Morgen mit Ramona aus Deutschland.
Ein Freund aus Hesel hatte uns von ihr erzählt und uns “connected”, wie man hier so schön sagt.
Es war ein richtig schönes Treffen und wir freuen uns, welche besonderen Wege Gott Menschen führt.
Es war schön, dich kennenzulernen.

Und dann endlich Besuch aus der Heimat.

Anko und Sieta kamen für ein paar Tage uns besuchen.

Wir trafen uns in der Mamilla und gingen erstmal schön essen, bevor es gemeinsam zum Konzert ging.

Es gab so viel zu erzählen.

Und dann ging es am Damaskus-Tor vorbei Richtung Gartengrab.

 

Hier passieren öfter Attentate.

Es ist einer der Brennpunkte in Jerusalem.

Und die Kontrollpunkte gleichen einer kleinen Festung.

Wenn ich die jungen Polizisten sehe, die hier zur Sicherheit eingesetzt sind, denke ich darüber nach, ob sie wohlbehalten wieder nach Hause kommen? Viele von ihnen sind Araber oder Drusen, die in den Sicherheitsdiensten arbeiten. Später, nach dem Konzert, ist der ganze Platz voller junger Männer, die die Sicherheitsleute provozieren. Es ist eine sehr angespannte Atmosphäre nicht nur während des Ramadans aber diesmal besonders. Und dann geht es an den ruhigen und sicheren Ort im Garten hinter hohen Mauern.

Konzert am Gartengrab

Wir hatten Karten für das Konzert mit Joshua Aaron, der mit einigen bekannten Musikern aus Israel aber auch mit seinem Freund Aaron Shust aus Amerika auftrat.
Was für ein besonderer Ort für dieses Konzert. Hinter hohen Mauern mitten in der hochgekochten muslimischen Menge außerhalb, konnten wir Gott loben und anbeten.
Es war so eine Freude,  die neuen aber auch älteren Songs in dem besonderen Ambiente der Gartengrabanlage zu hören und mitzusingen.
Die Botschaft an diesem Abend lautete immer wieder, dass das Grab leer ist und dass Jesus auferstanden ist. Und Joshua spricht von seinen Brüdern, die so gerne die Gräber ihrer toten Propheten besuchen.
Haben wir das nicht heute gerade noch gesehen?
Und er ruft laut heraus: “Das Grab meines Herrn ist leer!”
Was mich besonders freute,  dass auch Nizar,  ein arabischsprechender Christ an diesem Konzert beteiligt war. Es ist so schön,  dass Juden und Araber in Jesus eins sind. Nizar und Joshua waren beide schon unabhängig voneinander bei uns in Hesel in der Gemeinde. Was für eine Freude.
Das Ganze könnt ihr auch in Kürze erleben,  denn es wurde eine Live-Aufnahme gemacht.
Hier könnt ihr es schon vorbestellen.
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Auf dem Weg in den Norden

Gemeinsam mit Freunden aus der Heimat unterwegs sein,  das ist nach so langer Zeit wunderbar.
Zunächst fuhren wir auf dem Weg zu ihnen an der Jordanstelle vorbei, wo sich einige  Geschichten der Bibel ereigneten. Hier zog das Volk Israel durch den Jordan,  als es in das Land Kanaan kam, Na’emann tauchte sich siebenmal unter und wurde von Aussatz befreit und auch Jesus wurde hier von Johannes getauft.
(Einige Wochen später ließ sich hier jemand aus unserer Online-Bibelschule taufen.)

 

Vor kurzem sind wir schonmal hier durch das Jordantal gefahren, damals war alles unnatürlich grün hier. Es ist zwar noch grün aber so langsam verliert das Gras seine Farbe. Bald wird alles wieder gelb sein.

An der Küste entlang

Herzliya

 

Herzliya ist eine schöne Stadt am Mittelmeer mit viel Strand, einem Yachthafen und dem Nationalpark Apollonia.
Zunächst waren wir auf der Suche nach einem guten Stellplatz und entdeckten dieses schöne Fleckchen Erde. Fast wie gemalt, sehen die Bilder aus. Ein wunderschöner Blick auf das türkisfarbene Wasser.
Aber dann entschlossen wir uns erstmal den Nationalpark zu besuchen. Hier waren wir vorher noch nie. Beeindruckend, was man hier alles ausgebuddelt hat.
 
 
Mehr zu dem Nationalpark Apollonia:
 
Was für eine herrliche Aussicht!
Und dann diese wundervollen Blumen überall!!!
 
 
 
Da zur Zeit so viele Blumen blühen,  sieht einfach alles so schön bunt aus.
So eine schöne Frühlingszeit! Viel zu schnell ist das hier leider vorbei.
Und man sieht leider schon so langsam das Gras gelb werden.

Aquädukt Cäsarea

 

Abendsonne in Cäsarea.
Ein stimmungsvolles Ambiente.
Von daher wurden hier heute Abend zwei Heiratsanträge vorbereitet und dann natürlich erfolgreich gestellt.
 
Da muss ich doch mal schauen, was hier vorbereitet wird.
Schöner Platz am Mittelmeer.

Beachtag am Mittelmeer

 
Wunderschönes Wetter am Morgen und Besuch von Benjamin Nethanjahu am Strand.
Umringt von seinen Bodyguards.
Am Nachmittag war von jetzt auf gleich ein so dichter Seenebel aufgezogen, dass man kaum noch etwas sehen konnte.
Außerdem war die Luft so feucht, dass meine Haare richtig nass wurden und alles fühlte sich klamm an.
Abends gab es leckeres Essen in Cäsarea direkt am Meer.
Der Himmel klarte langsam wieder auf doch es blieb noch einige Tage etwas diesig.
 
Am Shabbat besuchten wir dann noch Nethanja was etwas südlicher liegt.
Die Stadt ist in den letzten Jahren so enorm gewachsen, dass wir sie fast nicht wieder erkennen konnten.
Viele französische Neueinwanderer haben sich hier angesiedelt.
Eine besondere Sonnenuhr.
Ich konnte leider nicht mehr über sie herausfinden.
Wir wollten hier eigentlich eine Gemeinde besuchen in der wir vor 30 Jahren zu Hause waren.
Allerdings hat sich so viel durch Corona verändert, dass wir niemanden angetroffen haben. Aber, ein Mann aus Amerika war ebenso auf der Suche nach der Gemeinde. Nach der erfolglosen, gemeinsamen Suche einer weiteren Gemeinde, luden wir ihn zum Gottesdienst in unseren Caravan ein und lasen den wöchentlichen Thoraabschnitt, die Parasha dieser Woche gemeinsam.
Danach machten wir uns auf Richtung Jerusalem und hielten in  Latrun an zum Übernachten.

Ein paar Tage unterwegs mit Johanna

Johanna, unsere Nichte  ist kurz vor Beginn des Shabbats angekommen.
Wir freuen uns sehr darüber.
Sie ist die erste, die wir live und in Farbe hier wiedersehen können nach unserem Abschied im August.
Leider konnten unsere Kinder ja in der letzten Woche nicht kommen.
Das doofe Corona!!! … hat sie kurz vorher erwischt.

Jedenfalls wohnt Johanna für ein paar Monate in Jaffa bei Elisheva und Jakob Damkani.
Leider ist Jakob genau an diesem Tag ins Krankenhaus gekommen.
Wir haben uns einen Platz auf diesem Parkplatz, direkt am Meer, in Jaffa gesucht, damit wir die nächsten Tage gemeinsam verbringen können.

Jaffa am Shabbat

Am Freitagabend wird hier in Israel der Shabbat begrüßt.
Es ist der besondere,  der heilige Tag der Woche. Dazu gehört das Kerzenanzünden, der Kiddushwein, die Challas, geflochtene Brote und Salz.
Dann spricht man den Segen über die Kinder und hat ein leckeres Shabbatessen.
Auf dem Weg zum Wohnmobil kommen wir hier an diesem großen Fisch vorbei.
Jaffa war der Ort von wo Jona vor Gottes Auftrag floh. Er sollte nach Ninive gehen, um den Menschen den Untergang der Stadt anzukündigen, floh aber Richtung Spanien mit dem Schiff.
Ein großer Fisch hat ihn dann wieder zurückgebracht. Nachzulesen im Buch “Jona” in der Bibel.
Interessant daran ist, dass er den Auftrag bekam, zu einem fremden Volk zu gehen.
Viele Jahre später wurde Petrus in dieser Stadt von Gott auch zu den Römern geschickt, um ihnen das Evangelium zu bringen. Er hatte eine Vision mit einem großen Tuch voller unreiner Tiere, die er in der Vision essen sollte, was für ihn als Juden undenkbar war. Ebenso war es undenkbar in ein Haus eines Gojim (eines Nichtjuden) zu gehen. Gott zeigte ihm durch die Vision, dass er zu den Römern gehen sollte.
Damit kam das Evangelium offiziell zu den Nichtjuden.
Nachzulesen in der Apostelgeschichte 10 in der Bibel.
Am Shabbat haben wir Johanna die schönen Plätze und das bunte Treiben von Jaffa gezeigt.
Es war sehr viel los,  denn es war der erste warme Tag seit Wochen.
Es fühlte sich an, als wenn ganz Israel in Jaffa unterwegs wäre.

  Das sogenannte Glaubenstor steht oberhalb des HaPisga-Gartens in Alt-Jaffa.

Das gemeißelte Tor ist der Zugang zum Heiligen Land, und drückt das Versprechen des Landes an die Vorfahren

– Abraham, Isaak und Jakob- aus.

Fischmarkt Jaffa
 
So deckt man ab in Jaffa 😳🙊
 
Lecker essen am Hafen
Wunderschöne Aussicht auf die Skyline von Tel Aviv
Sunset vom Wohnmobil aus
 
Hinter mir sieht es auch schön aus 😉
 
Es war einfach ein sehr schöner Sonnenuntergang hier in Jaffa.

Eilat

Da Johanna noch eine Woche frei hatte, fuhren wir mit ihr nach dem Shabbat nach Eilat.
Es ging durch die Negev-Wüste runter über Mizpe Ramon nach Eilat.
Ich nutzte die Fahrtstrecke, um an unserer Website weiterzuschreiben, so konnte Johanna vorne sitzen und die schöne Aussicht genießen. In der Wüste gibt es einfach so viel zu sehen. Es ist immer wieder was ganz besonderes für uns Sauerländer/Ostfriesen.
Wir legten einen Halt ein am Ramon-Krater. Wow, was für eine Aussicht.
Die Häuser auf der gegenüberliegenden Seite gehören zu einem Hotel.
Jede Wohnung hat einen kleinen Pool vor der Terrasse mit Blick auf den Krater.
Hier möchten wir gerne mal eins/zwei Tage Urlaub machen.
 
 
Abfahrt in den Krater
 
 

Eilat

Eilat am Roten Meer ist eine Welt für sich.
Es ist ein richtiger Touri-Ort für Israelis und Besucher des Landes.
Es bietet sich für Gruppenreisen immer an, hier am Roten Meer auszuspannen und die vielen Eindrücke, die man sammelt zu verarbeiten.
Diesmal lernen wir das israelische Campen kennen. Es ist einfach so anders, als in Deutschland.
Direkt neben den großen Luxushotels gibt es hier einen großen staubigen Campingstellplatz kurz vor der Grenze zu Jordanien am Meer. Witzig wie die Israelis campen. Hier scheint jeder seinen Generator dabei zu haben, für die überdimensionierten Klimaanlagen.
 
Hier hat sich jemand in die Ausstellung eines Handyshops geschmuggelt und scheint sich nicht an den Kunden zu stören, die hier vorbeischauen.
Hier ist alles steuerfrei und so lieben es die Israelis, hier einzukaufen.

 

Es gibt auch einige Attraktionen,
die früher schon unsere Jungs begeistert haben.
Da denken wir natürlich an die beiden zu Hause und lachen über das coole Video, was wir von den beiden noch zu Hause haben, wo sie in den Himmel geschossen werden. Wir müssen es immer mal wieder als Familie anschauen, um richtig lachen zu können.

An diesem Abend gab es ein Live-Konzert bei einem der großen Hotels an der Strandpromenade.

Es war eine herrliche Kulisse und wir konnten ein wenig als Zaungäste zuhören.

Sehr Schön!

 

Hier genauere Infos für die, die Eilat gar nicht kennen.
Erholung, Sonne und Strand und Wüstenklima mit viel Staub.
Um die 30°C… Endlich 😉
Israeli Camping Style
⛱🏕🪂🌴🐬
Fertig zur Abfahrt
Vorerst Abschied von Eilat.
Kurz noch mit Johanna das Bild von 2016 nachgestellt.
Dann ging es an der ägyptischen Grenze entlang durch die Negev-Wüste Richtung Zentral-Israel.
 
Auch immer wieder schön,  der Besuch von S’de Boker.
Hier liegen David und Paula Ben Gurion begraben. Sie wohnten hier im Kibbutz. David Ben Gurion träumte davon, die Wüste zum Blühen zu bringen. Wenn er heute bloß sehen könnte, wie sich die Wüste verändert hat. Mehr zu Sde Boker:
 
 

Ramat Hakovesh und “Auf nach Jerusalem”

Ramat Hakovesh

Ramat Hakovesh ist wie unser zu Hause hier in Israel.
Da muss man zwischendurch einfach immer mal wieder hin.
Und nun waren Moshe und Miri endlich aus Amerika zurück,
also zurück nach Hause zum Shabbat.
Es war so schön, dass wir zusammen sein konnten.
Dror war damals, als wir hier noch lebten ungefähr sieben Jahre und es ist schön, ihn nun mit Familie zu erleben. Seine große Schwester wohnt in Amerika und wir hoffen sie auch noch hier zu treffen, wenn sie zu Besuch kommt. Und dann gibt es noch die kleine Schwester, die damals erst zwei Jahre alt war. Sie wird sicher beim nächsten Mal auch dabei sein.
Bei den Kids damals haben wir das meiste Hebräisch gelernt. Dror lachte immer darüber, dass wir ihn nicht verstehen konnten.
Moshe und Miri sind für uns, wie Eltern. Sie haben uns damals ja sozusagen adoptiert.
Am Shabbat besuchten wir wieder mit Tzameret die Gemeinde in Kfar Saba.
Alles war schön für Purim geschmückt.
Und am Nachmittag  wurden die Fotoalben von damals ausgepackt.
Wie schön. Tzameret hatte noch Fotos von Matthias Taufe damals.
Er wurde auf einem Gemeindeausflug am See Genezareth in Tabgah getauft, was wir ja auch schon besucht haben.
   
Damals war übrigens das letzte Mal der See Genezareth so voll wie heute.

Und auf den Bildern steht “28.03.92”. Da haben wir jetzt tatsächlich 30 Jahre gefeiert.

Gut, dass Freunde noch Fotos von damals haben.

Matthias schreibt dazu:

Der 28.03.1992 war ein besonderer Tag in meinem Leben.

Damals waren wir gerade frisch verheiratet und lebten 6 Monate im Kibbutz Ramat Hakovesh in Israel. Wir hatten uns nach unserer Hochzeit aufgemacht, um dieses biblische Land, die Leute, die Kultur und Geschichte kennenzulernen.
Unsere Freunde, Nigel und Tzameret, die an Jeshua als Messias Israels glauben und die wir damals im Kibbutz trafen, nahmen uns mit in ihre  Gemeinde (Kehila Asaf), in der wir auf die jüdischen Wurzeln unseres Glaubens aufmerksam gemacht wurden.
Viele Themen aus der Bibel verstanden wir besser, nachdem uns ein Einblick in die jüdische Kultur gegeben wurde. So auch die Taufe.
In Kolosser 2,12 steht:
…da ihr mit IHM begraben seid in der Taufe.
In IHM seid ihr auch mit auferweckt….
Die “Taufe” hat eine lange Geschichte.
Um es einfach zu machen:
Ich entschloss mich, meiner zuvor getroffenen Entscheidung, an Jesus zu glauben und IHM zu folgen, nun auch die Taufe folgen zu lassen.
Mir war bewusst, dass ich damit mein Anrecht auf mich selbst verliere, weil ich, mein alter Mensch, ja dann bereits gestorben ist.
Wie auf den Fotos zu erkennen ist, bin ich wieder lebend aus dem See Genezareth rausgekommen.
Es war bitter kalt.
Heute, 30 Jahre später, 20 kg schwerer und weniger Haare auf dem Kopf darf ich diesen Ort wieder besuchen. Ein Friedhof meines alten Lebens.
Schön ist die Tatsache, dass der See Genezareth erstmalig wieder so gefüllt ist wie damals.
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Die Eule hat Or’ad im Kibbutz entdeckt.
Nach dem schönen Wochenende im Kibbutz, haben wir heute morgen noch Moshe in seiner Werkstatt besucht .
Moshe ist ja schon in Rente aber er hat hier wie damals eine kleine Werkstatt, wo er kreativ unterwegs ist aber auch alles mögliche an Elektrogeräten repariert.  Er bastelt Uhren aus alten Fahrradfelgen oder Mountainbike-Bremsscheiben.
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Auf nach Jerusalem

Dann ging es über Ariel und Shilo bis nach Jerusalem. Die Strecke, die wir normalerweise gefahren wären, war heute nicht möglich zu fahren,  da einige Autobahnen und Straßen im Land für die normalen Autofahrer gesperrt waren.
Gestern ist ein sehr berühmter Rabbi gestorben ist.

Um die 1 Mio Orthodoxe aus dem ganzen Land machten sich daher heute auf, um pünktlich um 11 Uhr zur Beerdigung in Bnei Barak zu sein, was im Zentrum des Landes liegt.

Einmal durch die umstrittenen Gebiete von Judäa und Samaria
Sowas gibt es nur in Israel.
Wir sind trotzdem hier gut angekommen und haben einen netten Platz im Zentrum, von wo aus wir zu Fuß bis in die Altstadt laufen können.
Aber zunächst wollten wir erst einmal mit dem Wohnmobil auf den Mount Skopus fahren, um einen ersten Blick auf die Altstadt zu werfen. Dort war jedoch alles voller Baustelle, so dass wir direkt auf dem Ölberg landeten, was uns eigentlich zu gefährlich erschien. Denn hier fahren die lieben Leute ziemlich verrückt.
Aber alles ist gut gegangen und wir haben schöne Fotos dort gemacht.
 
Angekommen auf dem Ölberg. Dies ist ein besonderer Ort. Nicht nur, weil er eine schöne Aussicht auf Jerusalem bietet. Nein, eines Tages wird Jesus, wie er aufgefahren ist, hierher wiederkommen.
 
Weil die Juden auch glauben, dass ihr Messias hier erscheinen wird und hier die Auferstehung der Toten beginnt, laut Midrasch, haben sich viele hier ein Grab ergattert, um dann mit ihm in die Altstadt einziehen zu können. Da gibt es doch viele Ähnlichkeiten in der Erwartung des Messias.
Der Unterschied:
Wir glauben, dass der Messias wiederkommt und sie glauben, dass er das erste Mal kommt.
Und wie unvorstellbar, wir sind hier mit dem Wohnmobil aus Deutschland. Das hat die arabischen Händler hier auch sehr erstaunt. Neugierig schauen sie einfach so durch die Scheibe in unser zu Hause.
Und wenn wir es zugelassen hätten, wären sie einfach so eingestiegen.
Naja, das ging uns dann doch zu weit. 😉
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Das ist der Platz, den wir für uns entdeckt haben. In der Nähe des ersten Bahnhofes in Jerusalem.  Es sieht vielleicht etwas schief aus aber der Platz ist optimal für unser langes Gefährt.
Hier haben schon verschiedenste Leute an unsere Tür geklopft und gefragt, wie wir es hierher geschafft haben.
Interessante Begegnungen.
Genau, ein paar Tage Jerusalem und man erlebt und trifft so viele Leute.
Und der Jerusalem-Marathon wirft seine Schatten voraus.
 
Zunächst trafen wir uns mit Tim Brinley aus South California.
Er besuchte uns in unserem Wohnmobil zum Frühstück.
Tim war Gastsprecher beim letzten Onlineseminar von ReformaZion, was wir in Athen am Flughafen miterlebt hatten. Seitdem folgt er uns auf Facebook und wir hatten öfter Kontakt, während seiner ausgiebigen Reise durch Europa, zum Berg Ararat, nach Berlin und sogar Saudi Arabien und nun hierher nach Jerusalem.
Interessant war, dass er nach seiner Ausbildung an einem Bible-College schon als junger Mann in der Türkei und Griechenland als Missionar unterwegs war.
Schön, dich näher kennengelernt zu haben. Es war wirklich eine gesegnete Zeit.
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Wir haben ein paar Tage mit Klaus und Angelika aus Hamburg verbracht und einige schöne Ecken erkundet und ganz viele Leute getroffen.
Zunächst spazierten wir gemeinsam in die Altstadt.
Wir kamen zuerst am Jerusalem-Bible-College vorbei, bei welchem Matthias den Onlinekurs zur biblischen Archäologie “Topographie Jerusalems” belegt hatte.
Wir zeigten uns gegenseitig verschiedene Plätze, die die jeweils anderen noch nicht kannten.
So entdeckten wir in Jerusalem neu die kleine Klagemauer.
Es gibt einfach nochmal ein kleines Stück der Mauer in Richtung Damaskustor
.
Als wir an der großen Klagemauer vorbeikamen, feierten  einige Jungen ihre Bar Mitzwa.
Wenn die Jungs 13 Jahre alt werden, sind sie religionsmündig.
Sie lernen auf diesen Tag hin, die Parasha  und Haftara,
die Wochenlesung aus der Thora und den Prophetenbüchern zu lesen
und werden das erste Mal in den Gottesdienst mit einbezogen.
Nach dem Gottesdienst wird fröhlich gefeiert.
Die Feierlichkeiten finden auch oft an der Klagemauer statt.
Danach zeigten wir Angelika und Klaus die neuen Ausgrabungen der Davidstadt.
Es wurde in den letzten beiden Jahren so viel neues ausgegraben, dass wir selbst nur staunen konnten.
 
Hier hat man direkt neben der Straße zur Altstadtmauer gegenüber des Mist-Tores gegraben. Vor ca. 10 Jahren war oben drauf, an der Kante, wo der Blechzaun lang geht, noch ein Parkplatz. Teilweise hat man bis zur Zeit Jesu gegraben und teils bis zur Zeit Davids. Unglaublich, was da alles zum Vorschein kam und immer noch kommt. Ihr müsst euch das unbedingt mal selbst ansehen.
Spannend ist es dann durch die verschiedenen Tunnel zu gehen.
Wir zeigten den beiden diesmal, den Tunnel der bis zur Klagemauer zurückgeht. Es ist die Kanalisation aus Jesu Zeiten.
 
Als wir an der Klagemauer wieder rauskamen und Richtung Süden auf der ehemaligen
römischen Straße entlang gingen, entdeckten wir, die ganzen neuen Ausgrabungen entlang der Stützmauern des Tempelberges. Wow, es ist einfach unbeschreiblich.
 
Bei eurer nächsten Israelreise schaut euch hier mal näher um.
Es lohnt sich. Am besten mit einem Tourguide, der sich in den neusten Ausgrabungen auskennt.
 
Angelika ist auch in einen Jugendaustausch involviert und so haben wir auch neue Kontakte besucht.
Nach unserer Tour durch die Ausgrabungen

trafen wir uns mit Amit Barak, der Aktivitäten antiisraelischer christlicher  Organisationen und deren Verbindungen zur palästinensischen Befreiungstheologie erforscht und dazu Vorträge im In- und Ausland hält.
Er ist einer der Initiatoren der Bewegung zur Integration arabischsprachiger Christen in die IDF.
Einen Tag später:
Der zweite dieser Initiatoren ist Elias, ein arabisch sprechender, christlicher Israeli, der sich mit Amit für die Ausbildung anderer arabischer Christen einsetzt und Hebräischkurse für sie organisiert,  damit sie in Israel mehr Chancen haben und auch bei der IDF dienen können. Hochspannend und viel neues,  was wir so nicht gedacht hätten.
 
Wir trafen uns mit Emmanuel Rund,  einem Regisseur und Filmproduzent, dessen Mutter aus Leer stammt und hörten viel Spannendes aus seinem Leben.
Seine Großeltern lebten in der Synagoge von Leer, bis zu ihrer Zerstörung in der Pogromnacht am 9. Nov 1938.
Sein Großvater war Kantor der Gemeinde.
Emmanuel hat einige Filme über die Leeraner Juden gedreht.
z.B. Alle Juden raus! und Leer-bis wann?
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Außerdem trafen wir Irit, die wir eigentlich schon in Amerika wähnten,
auf dem Weg und kurz darauf auch Jael.
 
Die beiden hatten gerade die letzten Aufnahmen für ihr neues Album gemacht, welches in Kürze raus kommt.
Wir können gespannt sein, denn was wir bisher hören konnten, ist wunderbar.
Hier könnt ihr das neuste Musikvideo von den beiden hören und sehen.
Und unter “Everything Worship” gibt es noch einige schöne Lieder.
Während ich diese Zeilen schreibe, höre und sehe ich, dass Jael ein neues Projekt fertig gestellt hat.
“On this simple hill”
https://www.youtube.com/watch?v=jSq83tLGFlw&t=957s
Sie erzählt hier auch die Geschichte ihres Großvaters Zvi, ihre Familiengeschichte.
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Zum guten Schluss waren wir aends in der Christchurch,  wo ein Fernsehgottesdienst für Ostern aufgenommen wurde,  der am Ostersonntag um 15 Uhr über Bibel-TV ausgestrahlt wird.  Sehr schön und empfehlenswert. Beteiligt waren Jürgen und Gottfried Bühler, beide von der ICEJ (Internationale Christliche Botschaft), Vesna Bühler (Gesang) aber auch Benjamin Berger, ein an Jeshua gläubiger Jude, der über die Einheit von Gläubigen aus den Juden und den Nationen sprach. Hochinteressant!
 
Mittlerweile kann man den Gottesdienst auch hier unter diesem Link nachhören.
https://youtu.be/yhA5VCqYhhA
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Endlich nach langer Zeit wieder auf dem Mahane Jehuda, dem jüdischen Markt in der Neustadt.
Was habe ich diese Gerüche, Farben, einfach das ganze Feeling vermisst.
All diese orientalischen Köstlichkeiten, Gewürze oder einfach nur
Obst und Gemüse oder Fische und Fleisch. Es ist eine Augenweide hier durchzuschlendern.
Von daher bekommt ihr von mir ein paar Bilderdazu.
 
 
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Zwei Tage Dauerregen und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt.
Wo sind wir wohl um diese Zeit? Es ist unglaublich aber wahr:
Immer noch in Jerusalem.
Und das an meinem Geburtstag (24. März)
Ich hatte zwar einen schönen Geburtstag mit vielen lieben Grüßen,  Nachrichten und Anrufen aber es war einfach kalt und ich habe kaum einen Schritt vor die Tür getan.
 
 
Zum Geburtstag bekam ich diese coole Brille von Extreme.
Wenn ich schon nicht mehr so sportlich bin, muss ich wenigstens eine sportliche Brille haben.
Und Matthias glaubt ja scheinbar an mich,
…diese hebräischen Kreuzworträtselhefte habe ich auch noch bekommen.
Ich bin gespannt, wie weit ich da komme.
Ansonsten sah der Tag so aus: Hagel-Regen-Mix
Am Nachmittag hatten wir unsere Freundin Anat eingeladen
und gingen später noch lecker essen in “The First Trainstation”.
Wir hatten einen sehr schönen Abend und mussten uns ganz viel erzählen.
Seit Januar 2020 hatten wir uns nicht mehr gesehen.
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Da fällt mir gerade ein, dass wir eigentlich erst am 24. März nach Jerusalem kommen wollten.
Leider wurden unsere Planungen für diese Woche über den Haufen geworfen.
Unsere Kinder Michal und Daniló wollten mit Janna, Michals Freundin uns besuchen.
Bei Michal hat, zwei Tage vor Abflug, das Coronavirus zugeschlagen.
So konnten alle drei nicht kommen und unser Vorhaben, Wüste und “Totes Meer”, fiel aus.
Aber wenn man hier so das Wetter sah, konnte man fast dankbar sein, dass die Lieben hier nicht frieren mussten. Es war wirklich sehr ungewöhnlich.
Am 25. März startete der Jerusalem-Marathon und überall wurden die Straßen schon Tage vorher vorbereitet. Matthias hatte auch schon einige Tage vorher die Unterlagen für seinen 5. Jerusalem-Halbmarathon abgeholt.
Außerdem hatten wir die Unterlagen für Michal und Janna abgeholt,
die den 5 km-Lauf eigentlich laufen wollten.
Medaille, Shirt und was sonst dazu gehört ist nun schon in Ostfriesland.
(Sieta hat sie mitgenommen)
Wenn sie ihre 5 km gelaufen sind, können sie sich die Medaille umhängen lassen. 😉
In der Nacht zum 25. März wurden dann auch noch zu allem Überfluss die Uhren umgestellt und Matthias musste morgens um 6:45 seinen Lauf starten.
Ich wäre an seiner Stelle im Bett geblieben.😳
Wir hatten tatsächlich, wie vor 30 Jahren (damals allerdings im Januar) in dieser Nacht zusätzlich unsere Schlafsäcke angezogen, weil am Abend unsere Gasflasche plötzlich leer war. Es war einfach nur kalt.
Bevor Matthias sein Fahrrad vom Hänger nehmen konnte,  war er schon durchnässt.🌧
Er fuhr mit dem Fahrrad🚲 zum Startpunkt, lief seine 21,1 km und kam klitschnass wieder zurück.
Wer’s mag…

 

1. Bild: Am Start 2. Bild: Matthias läuft um den Parkplatz, wo unser Wohnmobil steht 3. Bild: Im Ziel – 21,1 km geschafft

 

Ein besonderes Highlight:

Den Marathon der Frauen gewann eine Athletin aus der Ukraine,  die gerade erst nach Israel geflüchtet ist.
Herzlichen Glückwunsch!
Mehr dazu unter folgendem Link:
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Was ist bloß mit dem Wetter los?
🌞⛱ Nächste Woche soll es schöner werden.
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Und dann fuhren wir am Nachmittag zum Flughafen, um Johanna abzuholen. Herzlich willkommen in Israel. Wir freuen uns sehr,  dass du da bist. 😍